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Auf dieser Seite widmen wir uns den GMAT. Nach dem Lesen dieses Artikels werdet Ihr alles zur Struktur des Tests, seinem Aufbau und zur Bedeutung der Punktzahlen wissen. Ferner werdet Ihr einen Überblick haben, welche Punktzahl Ihr für euer Studienvorhaben in etwa benötigen werdet und wie Ihr euch auf den GMAT vorbereiten könnt und welche Bücher hierzu empfehlenswert sind. Der Artikel zum GMAT ist in die folgendes Abschnitte gegliedert (mit einem Klick gelangt Ihr sofort in den jeweiligen Bereich):

Allgemeines zum GMAT
GMAT Scores und ihre Bedeutung
Der GMAT Score und berufliche Bewerbungen
Teststruktur und Inhalte
Ablauf im Testcenter
Vorbereitung auf den GMAT
Allgemeine und häufige Fragen zum GMAT (FAQ)

Zusätzlich sei darauf hingewiesen, dass es im Web sehr viele hervorragende Webseiten gibt, die sich ausschließlich mit dem GMAT und nichts anderem beschäftigen. Dort findet Ihr unter Umständen zusätzliche Informationen, die wir hier nicht abdecken können sowie auch viele Erfahrungsberichte internationaler Studenten. Die Weblinks, die wir besonders empfehlen können, findet Ihr im Seitenmenü links aufgelistet - ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

  Allgemeines zum GMAT ⇑ Zurück nach oben ⇑

Der GMAT ist wahrscheinlich der wichtigste und bedeutendste Test, den Studenten der Wirtschaftswissenschaften während ihrer akademischen Laufbahn zu absolvieren haben. Die Abkürzung „GMAT“ steht für „Graduate Management Admissions Test“ und ist ein Test, der die Befähigung des Kandidaten zur Aufnahme eines weiterführenden (postgraduate) Studiums der Wirtschaftswissenschaften auf einer genormten Skala von 200 bis 800 Punkten misst. Der GMAT wird vom Graduate Management Admissions Council (GMAC) als international standardisierter Test angeboten und findet in erster Linie Verwendung im Zulassungsprozess für MBA-Programme. Er ist jedoch auch weit verbreitet bei Master in Management, Master in Finance und vergleichbaren Programmen. Der GMAT wird weltweit von mehr 1.800 Hochschulen als standardisierter Studienzulassungstest für über 5.000 Postgraduate-Programme eingesetzt und ist besonders in den USA sowie in Großbritannien eine Standardvoraussetzung bei der Bewerbung für wirtschaftswissenschaftliche Masterprogramme. Entsprechend legen derzeit etwa 100.000 Studenten weltweit jedes Jahr den GMAT in einem der zahlreichen Testzentren auf der Welt ab. In Deutschland ist der GMAT weit weniger verbreitet, diese Entwicklung ist jedoch seit einigen Jahren im Umbruch. In den letzten Jahren haben zunehmend mehr deutsche Business Schools wie die WHU, die EBS, die HHL, die Frankfurt School of Finance & Management oder die Universität Mannheim den GMAT zu einer Pflichtkomponente für Masterbewerbungen gemacht.

Der GMAT gilt vielen als eine der größten Hürden in das Rennen um einen Studienplatz in internationalen Spitzenprogrammen. Gewissermaßen kann der Test einen großen Einfluss auf den weiteren Lebensweg eines jeden Studenten sein, da mit dem Ergebnis den GMAT oft auch die Entscheidung fällt, ob der Sprung an Spitzenhochschulen wie Harvard, Oxford oder die London School of Economics gelingt. Entgegen häufiger Meinung ist der GMAT jedoch nicht das alleinige Zulassungskriterium der Hochschulen, da immer das Gesamtbild der Bewerbung zählt. Dies gilt für Business Schools noch weit mehr als für Universitäten, die nochmals mehr Gewicht auf die analytisch-intellektuellen Fähigkeiten des Bewerbers legen und weniger auf die Berufserfahrung des Bewerbers achten. Beispielhaft zeigen dies die Zulassungsstatistiken von Harvard und Stanford, deren durchschnittliche GMAT Scores für die MBA Klasse von 2014 bei 730 bzw. 729 Punkten lagen. Obschon dieses extrem hohen Durchschnittswertes haben beide Hochschulen für die Klasse von 2014 auch Kandidaten aufgenommen, deren GMAT unter 600 Punkten lag. Unbestritten ist jedoch, dass der GMAT für viele Hochschulen einen sehr hohen Stellenwert einnimmt und es bestimmte Grenzen für die Leistung im GMAT gibt, bei denen es unabhängig der sonstigen Lebens- und Studienleistungen faktisch keine Chance mehr auf eine Zulassung in gewisse Masterprogramme gibt. In diesem Licht sollte auch betrachtet werden, dass die erwähnten Harvard- und Stanford-Bewerber, die mit 560 oder 570 Punkten in GMAT die Zulassung in das MBA-Programm geschafft haben, statistische Ausreißer sind, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf anderen Gebieten herausragende Lebensleistungen vorzuweisen haben oder bereits weit mehr Berufserfahrung mitbringen als der Großteil der meisten Bewerber.

Der GMAT kostet aktuell (Stand Anfang 2013) 250 US-Dollar zuzüglich Mehrwertsteuer. Für den Test kann sich jeder Kandidat online anmelden und die Testgebühr per Kreditkarte bezahlen. Die Anmeldung erfolgt über die offizielle Seite des GMAC unter www.mba.com bzw. unter dem Direktlink http://www.mba.com/the-gmat/schedule-a-gmat-appointment.aspx.

Nachfolgend gehen wir kurz durch die Bewertung der Leistungen im GMAT und erklären, welche Bedeutung die Testpunktzahl hat. Im Anschluss widmen wir uns der Teststruktur und den Inhalten sowie dem Thema Testvorbereitung.

  GMAT Scores und ihre Bedeutung ⇑ Zurück nach oben ⇑

Jeder Teilnehmer des GMAT erhält einen Testreport mit drei verschiedenen Punktzahlen. Der GMAT selber besteht aus vier Sektionen, Essay Writing, Integrated Reasoning, Quantitative Questions und Verbal Questions, die wir unten näher erläutern. Für die Abschnitte Essay Writing und Integrated Reasoning, die jeweils nur 30 Minuten dauern und daher nur einen kleinen Teil des GMAT ausmachen, erhält der Testteilnehmer jeweils eine eigene Punktzahl, nämlich 0 bis 6 Punkte für den Essay und 1 bis 8 Punkte für den Integrated Reasoning Teil.

Die Hauptbereiche des GMAT, die Quantitative Section und die Verbal Section dagegen, werden beide auf einer Rohpunkteskale von 0 bis 60 Punkten gewertet und beide Rohpunktzahlen fließen dann in die Gesamtpunktzahl des GMAT ein, die zwischen 200 und 800 Punkten liegt. Dieser Wert ist das mit Abstand wichtigste Testergebnis, auf dass alle Hochschulen und zum Teil sogar einige Arbeitgeber achten. Die Maximalpunktzahl von 800 Punkten erreichen pro Jahr etwa 50 von mehr als 100.000 Testteilnehmern weltweit, was einer Quote von 0,05% oder einem Testteilnehmer aus 2.000 entspricht.

Eine interessante Entwicklung ist, dass die durchschnittlichen GMAT Punktzahlen an den Hochschulen sowie auch die durchschnittlichen Testergebnisse der Kandidaten in den letzten Jahren immer weiter ansteigen. Noch vor wenigen Jahren entsprach ein 700er Score im GMAT dem 92% Percentile, d.h. jemand mit 700 Punkten gehörte zu den besten 8% der Testteilnehmer. Aktuell ist dieser Wert weiter nach unten gerutscht und die 700 Punkte entsprechen nur noch dem 90% Percentile, d.h. jemand mit 700 Punkten ist nur noch unter den besten 10% aber nicht zwingend unter den besten 8% aller Testteilnehmer. Einer der größten Einflussfaktoren ist die zunehmend wachsende Zahl indischer und chinesischer Studenten, die den GMAT Test ablegt und dies mit außerordentlich großem Erfolg tut. Selektiert nach Nationalität sind die durchschnittlichen Punktzahlen im GMAT indischer und chinesischer Studenten statistisch signifikant höher als die von US- oder westeuropäischen Studenten. Die Verteilungskurve der Testergebnisse, die normalerweise einer gaußschen Normalverteilung ähnelt, ist bei diesen Gruppen zudem stark nach rechts verschoben. Der große Erfolg indischer und chinesischer Studenten hat zwei Gründe: Erstens sind standardisierte Schul- und Zulassungstests in Indien und ganz besonders in China weit verbreitet, als Schüler wachsen gerade Chinesen mit dem Bild auf, dass ihre Schultests praktisch über ihr ganzes Leben entscheiden und die Chancen, die sie später wahrnehmen können. Damit sind viele Inder und Chinesen einerseits mit Tests, die dem GMAT durchaus ähnlich sind, bereits sehr vertraut. Andererseits aber ist für viele chinesischer und indische Studenten der Sprung an eine US-Eliteuniversität ein viel größerer als für einen US-Amerikaner oder einen Westeuropäer, da wir ohnehin schon eine gute Bildung haben und in diesem Sinne gewissermaßen etwas „Testfaul“ sind, während viele Chinesen und Inder mit einer uns völlig unbekannten Verbissenheit und eisernen Härte an Tests wie dem GMAT arbeiten. Auf internationalen Foren wie z.B. GMAT Club kann man so mitunter schon mal nachlesen, dass für machen Testteilnehmer vier Wochen Vorbereitungszeit sehr viel ist, während andere der Ansicht sind, dass alles unter einem halben Jahr Vorbereitungszeit für den GMAT nicht ernst zu nehmen ist. So sehr das sicher eine Mentalitätsfrage ist, halten wir aber wie weiter unten im Abschnitt „Vorbereitung auf den GMAT“ erläutert, daran fest, dass vier Wochen für einen durchschnittlichen Studenten problemlos ausreichen sollten.

Die gute Nachricht für alle ist zudem: Der GMAT ist keinesfalls ein Intelligenztest. Die Punktzahl eines jeden Teilnehmers hängt sehr stark von der investierten Vorbereitungszeit ab. Jeder, der 700 oder mehr Punkte erreichen will, kann sich relativ sicher sein, dieses Ziel zu erreichen, wenn er lange genug lernt und vor allem strukturiert in seiner Planung vorgeht. Wie alle standardisierten amerikanischen Multiple Choice Tests kann der GMAT geknackt werden, wenn man sich lange genug mit seiner Struktur und seinem Aufbau beschäftigt und die verschiedenen Aufgaben oft genug einübt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche Punktekombinationen in der Quantitative und der Verbal Section zu jeweils welcher Gesamtpunktzahl führen:


Nachfolgend findet Ihr die jeweiligen Punkteskalen und Rankings für die einzelnen Testabschnitte des GMAT:




Die Punkteskale des GMAT kann man per Daumenregel wie folgt einteilen: 200 bis 590 Punkte sind ein eher schlechtes bzw. bestenfalls nur mäßiges Ergebnis und der weltweite Durchschnitt von derzeit über 700.000 Testteilnehmern liegt bei 544 Punkten. Testergebnisse im Bereich von 550 bis 650 Punkten sind für zweit- und drittklassige Hochschulen durchaus ausreichend, wobei „zweit- und drittklassig“ hier nicht abwertend gemeint ist, sondern die Liga der eher nur national bedeutsamen Hochschulen adressiert. In einigen sehr wenigen Fällen haben diese Punktzahlen bei ansonsten sehr starken Bewerbern mit eindrucksvollem Lebenslauf auch zur Aufnahme bei einigen internationalen Spitzenuniversitäten wie Harvard oder Standford ausgereicht.

Als allgemeine Faustregel gilt für den durchschnittlichen Bewerber aber, dass für die internationalen Spitzenprogramme eine Punktzahl von etwa 700 Punkten angepeilt werden sollte. Die Grenze von 700 Punkten gilt bei den meisten Hochschulen und auch GMAT Testteilnehmern als „magische Grenze“ bzw. „Schallmauer“, die es zu durchbrechen gilt. Als eine weitere Daumenregel gilt, dass jeder Bewerber versuchen sollte, einen GMAT Score zu erreichen, der nicht mehr als 50 Punkte vom Durchschnittswert seiner gewünschten Hochschule und seines gewünschten Programms abweicht. Ist die Abweichung nach unten hin größer (z.B. ein 670er GMAT während der Harvard MBA GMAT Average bei 730 liegt), sollte der Bewerber ernsthaft erwägen, den Test zu wiederholen.

Umgekehrt aber muss jedem Bewerber eines Hochschulprogramms klar sein, dass der GMAT nur einige Komponente von vielen in der Bewerbungsmappe ist. Immer wieder verzerren viele Studenten das Bild des GMAT dahingehend, dass dieser das einzige Zulassungskriterium an einer Hochschule ist. Die Wahrheit könnte aber nicht weiter weg liegen. Nach unten hin schließt ein sehr schlechter GMAT Score zwar oft die Zulassung in ein gutes Programm aus, der daraus gezogene Rückschluss, ein hoher GMAT Score garantiert die Zulassung, ist aber grundsätzlich falsch. Wenn der GMAT Score innerhalb eines bestimmten Bereiches liegt, macht das Admissions Office der Hochschule praktisch einen Haken auf der Liste und das war es. Ob der Score nun bei 700 oder bei 730 liegt spielt erst mal keine größere Rolle. Außergewöhnliche Testergebnisse wie z.B. 780 Punkte werden zwar durchaus wahrgenommen und wohlwollend honoriert, wenn das Admissions Office jedoch der Ansicht ist, dass der Bewerber anhand seines Lebenslaufs oder anhand seines Motivationsschreibens scheinbar nicht in das Programm und die Studentenschaft passt, dann wird der Bewerber keine Zulassung erhalten, nicht einmal, wenn sein GMAT Score bei 800 liegen würde.

Aus Daumenregel empfiehlt es sich immer, die Durchschnittspunktzahl der jeweiligen Hochschule anzustreben, an der man studieren möchte. Eine deutliche Abweichung nach oben bringt erfahrungsgemäß kaum Vorteile, da es mehr darauf ankommt, das nun das Gesamtbild des Kandidaten stimmt, wie schon erwähnt sollte man es aber vermeiden, stärker als 50 Punkte nach unten vom Durchschnitt abzuweichen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Zusammensetzung des Gesamtscores aus dem quantitativen und dem verbalen Teil. Sehr viele Hochschulen schauen nicht einfach bloß auf die Endpunktzahl sondern sehen sehr genau hin, ob der Kandidat stärker oder schwächer im jeweils quantitativen oder verbalen Teil war. Während die meisten Hochschulen bei MBA Programmen auf einen gut ausbalancierten Score achten, in der Tendenz aber vielleicht etwas mehr am verbal-analytischen Teil interessiert sind, sind für Master in Finance Programme tendenziell eher die quantitativen Scores wichtig. Wer z.B. im quantitativen Bereich eine Rohpunktzahl von 50 erreicht, im verbalen Teil aber abstürzt und nur auf 35 kommt, kann damit dennoch gut in einige herausragende Finance-Programme hineinkommen. Andersherum wäre das fast ausgeschlossen. Einige Hochschulen wie z.B. die Universität Oxford weisen auch Bewerber daraufhin, dass nicht nur eine gewisse Mindestpunktzahl im GMAT erreicht werden muss, sondern auch gewisse Mindestpunktzahlen z.B. für den quantitativen Teil des Tests gelten. So kann es sein, dass ein GMAT 700er-Kandidat trotz seiner hohen Punktzahl keine Chance auf eine Aufnahme in den Master in Financial Economics an der University of Oxford hat, wenn seine Punktzahl in erster Linie nur auf einem sehr starken verbalen Teil des GMAT aber nur einem schwachen quantitativem Teil beruht.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine ganz gute und aktuelle Indikation, welche Hochschulen welche Durchschnittspunktzahlen aufweisen. Tendenziell gilt, dass die durchschnittlichen GMAT Scores von US-Hochschulen immer etwas höher (meist 10 bis 30 Punkte) sind als die von gleichwertigen europäischen oder asiatischen Hochschulen.

  GMAT Score und berufliche Bewerbungen ⇑ Zurück nach oben ⇑

Sehr zur Überraschung vieler achten nicht nur Hochschulen auf die GMAT Scores von Bewerbern. Tatsächlich fragen auch einige wenige Arbeitgeber gelegentlich nachdem GMAT Scores. In Deutschland ist dies bislang sehr unüblich, z.B. bei der Deutschen Bank kann diese Angabe bei Bewerbungen optional gemacht werden. Gerade in den USA und in Großbritannien wird jedoch häufiger nach dem GMAT gefragt und Business Schools empfehlen es ihren Kandidaten dringend, außerordentlich hohe Punktzahlen (meist 750 oder höher) auch in den Lebenslauf mit aufzunehmen.

Um Sinn oder Unsinn dieses Aspekts eines Bewerbers mag man sich vortrefflich streiten, einige Arbeitgeber legen jedoch in der Tat Wert auf den GMAT. Beispielsweise hat die Unternehmensberatung Bain in einer internen Studie unter ihren Einsteigern herausgefunden, dass es einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der GMAT Punktzahl eines neuen Einsteigers bei Bain sowie seiner beruflichen Performance in den ersten Jahren in der Firma gibt. D.h. jene mit den höchsten GMAT Scores erhielten im Durchschnitt auch die besten Beurteilungen im Job von ihren Vorgesetzten. Interessanterweise hat Bain jedoch zugleich festgestellt, dass dieser Zusammenhang bei erfahrenen und gedienten Mitarbeitern mit einigen Jahren Berufserfahrung später nicht mehr existiert.

Das Beispiel von Bain zeigt jedoch eines auf, was für Bewerber sehr wertvoll zu wissen ist: Wer fest vorhat, nach seinem Studium weiter oder wieder in Deutschland zu arbeiten, kann den GMAT Score getrost vergessen, sofern er für die Hochschule ausreichend ist. Wer jedoch im Ausland, gerade in den angelsächsischen Staaten, arbeiten möchte, sollte erwägen, einen mäßigen GMAT Score zu wiederholen, da ein schlechter GMAT den Bewerber möglicherweise noch über seine Zeit an der Hochschule hinaus begleiten wird.

  Teststruktur und Inhalte ⇑ Zurück nach oben ⇑

Im Zentrum des GMAT stehen folgende Kompetenzen: Arbeiten unter sehr hohem Zeitdruck, Analytisches und logisches Denken, Zahlenverständnis und mathematische Fähigkeiten, Logische Erörterung von Argumenten, Leseverständnis bei komplexen Texten sowie sehr gute Englischkenntnisse. Der GMAT besteht auf vier verschiedenen Testsegmenten und dauert insgesamt 3,5 Stunden ohne Pausen. Pausen zwischen den Testsegmenten können jedoch auf Wunsch des Kandidaten im Testzentrum genommen werden, die gesamte Anwesenheitsdauer im Testzentrum verlängert sich entsprechend. Der Test wird in einem Testzentrum an einem Computer abgelegt. Der Teilnehmer bekommt Schmierpapier und Stifte zur Verfügung, muss seine finalen Antworten jedoch am Computer eingeben. Der Test wird grundsätzlich auf Englisch abgehalten, ist aber ausdrücklich kein Sprachtest wie z.B. der TOEFL. Testteilnehmer müssen Englisch jedoch auf einem hohen Level bezüglich der Lesekompetenz und der Fähigkeit, selber anspruchsvolle Texte zu schreiben beherrschen, um den Test erfolgreich ablegen zu können.

Bezüglich seiner Inhalte ist der GMAT offiziell kein Wissenstest, in der Praxis muss sich jedoch jeder Bewerber mit einer Reihe von verschiedenen Konzepten und Lösungswegen vorab vertraut machen, um in dem Test eine hohe Punktzahl erzielen zu können. Der GMAT ähnelt in gewisser Hinsicht mehr einem Intelligenztest (ausdrücklich muss aber gesagt werden, dass er kein Intelligenztest ist), da er versucht, die intellektuellen und analytischen Fähigkeiten des Testteilnehmers zu messen, indem dieser eine große Zahl verschiedener Fragen beantworten muss, die nur durch logisch-analytische Überlegungen gelöst werden können.

Der Test erfolgt unter einem sehr hohen Zeitdruck, jeder Kandidat hat für die Lösung der z.T. durchaus fordernden Fragestellungen im Durchschnitt nur zwei Minuten Zeit (2,5 Minuten im Integrated Reasoning Teil). Der Test ist dabei als ein sogenannter CAT-Test aufgebaut, wobei CAT für „Computer Adaptive Test“ steht. Das bedeutet, der Test wird mit jeder korrekten Antwort immer schwieriger, bis der Kandidat irgendwann auf Fragen stößt, die er nicht mehr beantworten kann, da diese zu schwer werden. Diese Eigenschaft des Tests ist vom GMAC ausdrücklich gewünscht und soll dazu dienen, die wahren Fähigkeiten des Testteilnehmers zu erfassen, indem man ihn an seine Leistungsgrenzen bringt. Umgekehrt folgt aus dieser Logik, dass der Test zunehmend einfacher wird, je mehr der Kandidat falsche Antworten gibt.

Bei allen Testabschnitten des GMAT außer dem Essay handelt es sich um einen Multiple Choice Test mit vorgegebenen Antworten. Der Testteilnehmer erhält auf dem Bildschirm eine Fragestellung und dazu stets fünf verschiedene Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine die richtige Antwort ist. Die Fragen des Tests kommen dabei aus den Bereichen „Integrated Reasoning“, „Quantitative Questions“ und „Verbal Questions“.

Der GMAT ist die in die vier folgenden Testabschnitte gegliedert:

Aufbau und Struktur des GMAT
Testabschnitt Anzahl der Fragen Behandelte Inhalte Testzeit
 Analytical Writing Assessment 1 Essay - Kritische Analyse eines Arguments 30 Minuten
 Integrated Reasoning 12 Fragen - Multi-Source Reasoning
- Graphics Interpretation
- Two-Part Analysis
- Table Analysis
30 Minuten
 Quantitative Questions 37 Fragen - Problem Solving
- Data Sufficiency
75 Minuten
 Verbal Questions 41 Fragen - Reading Comprehension
- Critical Reasoning
- Sentence Correction
75 Minuten
 Total 90 Fragen und 1 Essay 3 Stunden 30 Minuten

1.Abschnitt - Analytical Writing Assessment

Der GMAT beginnt zunächst mit einem Essay. Struktur, Aufbau und Fragestellungen sind mit dem Essay Teil des TOEFL-Tests sehr gut vergleichbar und wer bereits im TOEFL Test gute Essays geschrieben hat, kann erwarten, auch im GMAT einen guten Essay abzuliefern. Der Testteilnehmer erhält einen kurzen Text sowie ein Argument, dass sich auf den Text bezieht. Der Testteilnehmer hat dann 30 Minuten Zeit um einen Essay zu schreiben, in dem er das genannte Argument kritisch analysiert und bewertet. Üblicherweise folgt ein guter Essay der typischen Struktur einer kurzen Einleitung (ist das Argument zutreffend oder nicht?), zwei oder drei Absätzen in denen jeweils ein Grund ausgearbeitet wird, warum das Argument zutreffend ist oder nicht sowie dem Abschluss, in dem der Autor des Essays lediglich nochmal kurz wiederholt, was er eingangs geschrieben hat (Das Argument ist zutreffend oder eben nicht).

Die Bewertung des Essays geht nicht direkt in den GMAT Score ein sondern wird auf einer separaten AWA (Analytical Writing Assessment) Skala von 0.0 bis 6.0 Punkten abgebildet.

2.Abschnitt – Integrated Reasoning

Auf den Essay folgt der „Integrated Reasoning Test“. Dieser umfasst 12 Multiple Choice Fragen für die der Testteilnehmer 30 Minuten Zeit. Der Integrated Reasoning Teil wurde erst im Juni 2012 neu in den GMAT Test aufgenommen und spielt daher für Business Schools derzeit noch eine stark untergeordnete Rolle. So schreibt die Stanford Business School per Anfang 2013 auf ihrer Webseite, dass sich Bewerber vorrangig weiter auf den Essay sowie die Quantitative und die Verbal Section des GMAT konzentrieren sollten, da die Business Schools zumindest anfangs noch kein großes Gewicht auf den IR-Teil des GMAT legen, da sie mangels Vergleichsmaßstab die Punktzahlen noch nicht einschätzen können. Hinzu kommt, dass der IR-Test mit nur 30 Minuten Dauer recht kurz ist und seine Punktzahl ebenfalls nicht in den wichtigen GMAT Score, der zwischen 200 und 800 Punkten liegt, eingeht. Stattdessen bekommt der Testteilnehmer für den Integrated Reasoning Abschnitt eine eigene Punktzahl die zwischen 1 und 8 Punkten liegt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass GMAT Testergebnisse fünf Jahre lang gültig sind und Business Schools auch weiterhin alte Testergebnisse akzeptieren. Das bedeutet, erst im Mai 2017 werden die letzten alten GMAT Testergebnisse ganz vom Markt verschwinden und erst dann wird jeder Bewerber einen IR-Score in seinem Test vorweisen können. Wer jedoch den neuen Test schreibt, sollte die IR-Section keinesfalls ignorieren, den ein sehr schlechtes Ergebnis in einem sonst guten Test würde deutlich zeigen, dass der Kandidat offenbar „keine Lust“ hatte und dies kommt unabhängig der oben ausgeführten Argumentation keinesfalls gut im Admissions Office einer jeden Hochschule an.

Bezüglich seines Inhalts entspricht der Integrated Reasoning Test sehr stark einem typischen Berufstest, den Bewerber beispielsweise im Einstellungsverfahren bei Banken oder Unternehmensberatungen ablegen können. Wer den im Investmentbanking weit verbreiteten SHL-Test kennt, dürfte sich an diesem beim Durcharbeiten des IR-Tests im GMAT sehr erinnert fühlen. Der Integrated Reasoning Test umfasst insgesamt vier verschiedene Typen von Fragen, die sind:

Graphics Interpretation: Der Kandidat sieht ein oder mehreren Linien-, Säulen- oder Mengendiagramme etc… mit verschiedenen Informationen. Er erhält zu diesen Abbildungen jeweils eine Frage und muss die korrekte Antwort mit Hilfe der Verfügung gestellten Diagramme beantworten.

Two-Part Analysis: Bei diesen Aufgaben muss der Testteilnehmer direkt zwei Antworten eingeben. Die Two-Part Analysis gibt eine Fragestellung vor und zeigt im Anschluss eine Tabelle zwei Spalten, von denen zwei Antwortspalten sind eine dritte Spalte die jeweiligen Antworten beinhaltet. Beispielsweise zeigt die rechte Spalte verschiedene korrekte und falsche Berechnungsformeln für den Benzinverbrauch eines Wagens während die linke und die mittlere Spalte Antwortbuttons enthält, mit denen der Kandidat markiert, welche Formel den Benzinverbrauch pro Stunde und welche den Benzinverbrauch pro 100km angibt, d.h. zwischen beiden in der Aufgabe vereinten Fragen gibt es einen Zusammenhang.

Table Analysis: Bei der Table Analysis wird dem Testteilnehmer eine Tabelle mit verschiedenen Daten (z.B. GDP, GDP pro Kopf, GDP Wachstum etc… für verschiedene Länder) gezeigt. Im Anschluss werden verschiedene Aussagen angeboten, die der Kandidat als „Wahr“ oder „Falsch“ markieren muss. Alternativ kann es auch sein, dass der Testteilnehmer nur beantworten muss, ob die Frage mit den zur Verfügung gestellten Daten beantwortet werden kann oder ob nur unzureichende Daten vorliegen (Data Insufficiency Problem).

Multi Source Reasoning: Beim Multi Source Reasoning erhält der Testteilnehmer einen kurzen Text sowie verschiedene Aussagen zu diesem Text. Der Testteilnehmer muss nun analysieren ob die Aussagen korrekt sind, d.h. durch den Text zweifelsfrei gedeckt sind, wobei der Zusammenhang ggfs. nicht explizit im Text gegeben ist sondern implizit aus den Fakten herausgelesen werden muss, oder ob er falsch ist bzw. nicht mit abschließender Sicherheit beantwortet werden kann (d.h. die Aussage könnte unter Umständen richtig sein, dies geht aber nicht mit Sicherheit aus dem Text hervor).

3.Abschnitt – Quantitative Section

Mit dem Essay und dem Intgrated Reasoning Test hat der Testteilnehmer zunächst nur das Vorgeplänkel hinter sich gebracht. Mit der Quantitative Section und der Verbal Section dagegen wird es ernst, denn diese beiden Testabschnitte dauern zusammen 2,5 Stunden, machen den Großteil des Tests aus und bilden gemeinsam den GMAT Score zwischen 200 und 800 Punkten, der bei allen Hochschulen die mit Abstand größte Aufmerksamkeit genießt, während der AWA und IR Score bei den meisten mehr oder weniger „nettes Beiwerk“ ist.

In der Quantitative Section werden die mathematischen Fähigkeiten des Bewerbers geprüft. Der Test fragt Themen aus einer großen Bandbreite verschiedener mathematischer Konzepte über 37 Multiple Choice Fragen hinweg ab. Die abgefragten Inhalte sind konzeptionell betrachtet sehr leicht und entsprechen den Themen der Realschule oder des Abiturs, das heißt, es ist kein besonderes mathematisches Wissen notwendig. Die Fragen werden jedoch unter hohem Zeitdruck gestellt und insofern sehr anspruchsvoll, da der Testteilnehmer bei den schweren Fragen, die in die Richtung von 700 oder mehr Punkten führen, oftmals um ein oder zwei Ecken denken muss, um an die Lösung zu kommen. Grundsätzlich werden zwei verschiedene Fragetypen gestellt:

Problem Solving: Der Kandidat erhält eine Fragestellung und muss das Ergebnis ausrechnen. Eines der fünf gezeigten Ergebnisse ist die richtige Lösung für die Frage.

Anbei zwei typische Beispiele aus dem GMAT (Bitte beachten: Die Beispiele hier sind auf Deutsch, die Testfragen im GMAT werden jedoch immer in Englisch gestellt):

Frage 1 (Leichte Frage):

Albert war vor elf Jahren 38 Jahre alt. Wie alt war er vor x Jahren?

A] x - 49

B] 27 - x

C] x - 27

D] 27 + x

E] 49 - x

Die korrekte Antwort ist E] was in diesem Fall sehr offensichtlich ist. Diese Frage gehört zu den leichtesten im GMAT und wird euch bestenfalls am Anfang begegnen. Wenn Ihr eine hohe Punktzahl anstrebt, werden die nachfolgenden Fragen schnell deutlich schwerer wie die folgende Frage.

Frage 2 (Schwere Frage):

Bei der Wahl um das Amt des Senators in Alabama hat Kandidat X 1/3 mehr Stimmen als Kandidat Y und Kandidat Y 1/4 weniger Stimmen als Kandidat Z erhalten. Wenn Kandidat Z 33.000 Stimmen bekommen hat, wie viele Stimmen hat Kandidat X dann erhalten?

A] 16.667

B] 24.750

C] 33.000

D] 33.333

F] 37.500

Die korrekte Antwort ist hier C]. Der Rechenweg ist relativ leicht, dies gilt für praktisch alle Aufgaben im GMAT. Die Herausforderung liegt hier darin, die Aufgaben innerhalb von maximal zwei Minuten zu lösen.

Frage 3 (Schwere Frage):

Ein Zwischenhändler für Mehl kauft x Tonnen Mehl für p Euro pro Tonne. Wenn y Tonnen Mehl aufgrund mangelnder Qualität weggeworfen werden müssen und der Zwischenhändler die verbleibende Menge für s Euro pro Tonne an verschiedene Bäckstuben verkauft, welche nachfolgende Formel berechnet korrekt den Gewinn des Händlers?

A] (x - y)(s - p)

B] (x - y)p - ys

C] (s - p)y - xp

D] (x - y)s - xp

E] xp - ys

Die korrekte Antwort ist hier D]. Die Aufgabe ist sehr typisch für den Problem Solving Teil des GMAT und zeigt, dass nicht immer die simple Berechnung eines Ergebnisses gefordert ist sondern stattdessen oft eine allgemeine Lösung erwartet wird.

Data Sufficiency: Dieser Teil ist bei vielen weitaus verhasster und gefürchteter als das Problem Solving Abschnitt, da er deutlich abstrakter ist. Anstatt das Ergebnis zu einer gestellten Frage auszurechnen, bekommt der Kandidat zwei verschiedene Aussagen mit unterschiedlichen Informationen zur Verfügung gestellt sowie eine dazugehörige Frage. Anstatt nun die Lösung zu bestimmen, muss der Testteilnehmer aus den folgenden fünf Antwortmöglichkeiten wählen und bestimmten, welche Daten notwendig sind, damit eine Lösung bestimmt werden kann:

A] Statement (1) ALONE is sufficient, but statement (2) alone is not sufficient to the question asked

B] Statement (2) ALONE is sufficient, but statement (1) alone is not sufficient to the question asked

C] BOTH Statements (1) and (2) TOGETHER are sufficient to answer the question asked, but NEITHER statement ALONE is sufficient

D] EACH statement ALONE is sufficient to answer the question asked

E] Statements (1) and (2) TOGETHER are NOT sufficient to answer the question asked, and additional data is needed

Die Data Sufficiency Fragen sind daher etwas kniffliger, da erstes nicht erwartet wird, dass der Kandidat das Ergebnis ausrechnet und entsprechend ist die Zeit für die Frage knapp bemessen und zweitens kann es sein, dass die richtige Antwort darauf hinausläuft, dass mit den gegebenen Daten gar kein Ergebnis ermittelt werden kann während bei den Problem Solving Fragen immer klar ist, dass ein Ergebnis existiert und dieses sogar schon auf dem Bildschirm steht und nur noch von den falschen Antworten isoliert werden muss.

Hier zwei typische Beispiele (erneut auf Deutsch), wie eine Data Sufficiency Frage aussieht. Der jeweilige Antwortschlüssel ist immer identisch mit dem oben aufgezeigtem Format.

Frage 1 (Leichte Frage):

In einem Computerfachmarktgeschäft gehören einige Notebooks zur Marke X und der gesamte Rest zur Marke Y. Wenn das Verhältnis der Notebooks der Marke Y zu denen der Marke X im Geschäft 5:6 beträgt, wie viele Notebooks der Marke Y stehen derzeit in den Regalen des Fachhändlers?

Statement 1]: Derzeit befinden sich von der Marke X 80 Notebooks mehr im Geschäfts als von der Marke Y.

Statement 2]: Insgesamt stehen derzeit 880 Notebooks in den Regalen des Fachhändlers.

Die korrekte Antwort lautet hier D], denn beide Statements für sich alleine genommen reichen jeweils aus, diese Frage zu beantworten.

Frage 2 (Schwere Frage):

In einer Gewerkschaft werden für ein neu eingesetztes Gremium zwei Funktionäre nach dem Zufallsprinzip aus einer Gruppe von 10 qualifizierten Personen ausgewählt. Wenn p nun die Wahrscheinlich beschreibt, dass beide Funktionäre Frauen sind, ist p > 50%?

Statement 1]: Mehr als die Hälfte der 10 in Frage kommenden Personen sind Frauen.

Statement 2]: Die Wahrscheinlichkeit, dass beide Funktionäre männlich sein werden, liegt bei weniger als 10%.

Die korrekte Antwort ist hier E], denn selbst beide Statements zusammengenommen reichen noch aus, um mit abschließender Sicherheit sagen zu können, dass die Wahrscheinlichkeit, dass beide Funktionäre Frauen sind, bei über 50% liegen wird.

Dies sind nur einige wenige Beispiele gewesen. Alle quantitativen Fragen sowohl für den Bereich Problem Solving wie auch den Bereich Data Sufficiency decken eine recht große Themenvielfalt im GMAT ab. Zu den abgefragten Bereichen gehören vorrangig die Gebiete:

- Fractions, Decimals & Percents
- Algebra
- Word Problems
- Geometry
- Number properties
- Statistics

Die Fragen werden dabei nicht sortiert nach Abschnitten gestellten, sondern werden per Zufallsgenerator vom Computer aus einem umfassenden Fragenpool ausgewählt. Zum Abschluss der Quantiative Section wird für den Testteilnehmer eine Rohpunktzahl zwischen 0 und 60 Punkten ermittelt. Dabei gilt, dass Punkte unter 7 und über 51 extrem selten sind. In der Praxis wird die Punkteskala normalerweise nur bis 51 Punkte angegeben, da höhere Punktzahlen kaum je erreicht werden, denn mit 51 Punkten gehört man bereits zu den besten 2% aller Testteilnehmer weltweit.

Die Rohpunktzahl, die später in die Gesamtpunktzahl von 200 bis 800 Punkten eingeht, wird auf Basis der folgenden Daten ermittelt:

- Die Anzahl der Fragen, die der Bewerber beantwortet hat (Es gibt schwere Punktabzüge für nicht beantwortete Fragen)
- Ob die Frage korrekt oder falsch beantwortet wurde
- Der Schwierigkeitsgrad der gestellten Frage, der Schwierigkeitsgrad jeder folgenden Frage hängt davon ab, ob die letzte Frage richtig oder falsch beantwortet wurde

4.Abschnitt – Verbal Section

Die Verbal Section erfasst die sprachlichen und logisch-analytischen Fähigkeiten eines Teilnehmers in Bezug auf das Verständnis von Texten, die kritische Analyse von Argumenten und Zusammenhängen sowie die Fähigkeit des Kandidaten, grammatikalisch und inhaltlich ansprechende Texte zu erstellen. Die Verbal Section fragt innerhalb von 75 Minuten 41 Multiple Choice Fragen ab, d.h. der Zeitraum zur Beantwortung einer jeden Frage ist im Durchschnitt noch etwas kürzer als in der Quantitative Section.

Die Fragen werden jeweils per Zufallsgenerator aus den folgenden drei Bereichen ausgewählt:

- Critical Reasoning
- Reading Comprehension
- Sentence Correction

Critical Reasoning Fragen erfassen die Fähigkeit des Testteilnehmers, logische Schlussfolgerungen und logische Argumentationen zu verstehen und selber zu entwickeln sowie auch fehlerhafte Argumentationen aufzudecken. Die Kernkompetenzen erfassen folglich das Aufstellen von Argumenten, das kritische Bewerten von Argumenten sowie die Ableitung von Schlussfolgerungen aus gegebenen Argumenten. In den Critical Reasoning Fragen werden dem Testteilnehmer verschiedene Situationen geschildert, zu denen der Testteilnehmer kein Vorwissen benötigt. Im Anschluss erhält der Kandidat fünf Multiple Choice Antworten zu Fragen wie beispielsweise welches der nachfolgend genannten Argumente eine in dem Fall aufgestellte Behauptung am ehesten stärken oder schwächen würde. Auch kann gefragt werden, welches aus den fünf Argumenten z.B. als einziges eine gemachte Behauptung wiederlegen würde anstatt sie zu unterstützen.

Hier zwei typische Fragen, die die Idee des Critical Reasoning gut wiedergeben (bitte beachten: Im GMAT Test sind die Frage niemals auf Deutsch, sondern immer auf Englisch!):

Frage 1 (Leichte Frage):

Seitdem die Kampagne des Bürgermeisters zum Ausbau von Londons Bussystem vor sechs Monaten begonnen hat, ist der morgendliche PKW-Berufsverkehr in der Innenstadt um 7% zurückgegangen. Innerhalb derselben Periode gab es einen gleichermaßen starken Anstieg von Personen, die den öffentlichen Busverkehr in der Innenstadt benutzen. Ganz offensicht war die Kampagne des Bürgermeisters ein großer Erfolg, eine bedeutende Anzahl von PKW-Fahrern von der Nutzung des Bussystems der Stadt zu überzeugen.

Welches der nachfolgenden Argumente, sofern es wahr ist, würde den größten Zweifel an dieser Schlussfolgerung wecken?

A] Die Anzahl der Busse, die morgens in die Londoner Innenstadt fahren, ist per heute genauso groß wie vor sechs Monaten.

B] Umfassende Sanierungsmaßnahmen in der Innenstadt haben in den letzten sechs Monaten dazu geführt, dass nur wenige Hauptstraßen in die Innenstadt problemlos befahrbar sind.

C] Langzeitstudien zum Londoner Verkehrssystem zeigen, dass die Nutzer von Bussen aktuell nicht zufriedener sind als noch vor sechs Monaten, als die Kampagne des Bürgermeisters begann.

D] Die Fahrpreise für das Nutzen der öffentlichen Busse in London sind in den letzten sechs Monaten durchschnittlich um 5% angestiegen.

E] Der Bürgermeister selbst benutzt ebenfalls das Bussystem um ein Vorbild für die Bürger der Stadt zu sein.

Die korrekte Antwort für dieses Beispiel wäre die Antwort B], es würde als einziges Argument eine stichhaltige Begründung liefern, warum zunehmend mehr Autofahrer auf Busse umgestiegen sind, ohne dass dies etwas mit der Kampagne des Bürgermeisters zu tun haben muss.

Frage 2 (Schwere Frage):

Ein Brillenhersteller versucht seine Absatzzahlen in die Höhe zu treiben, indem er für das Herbstquartal seinen Whole-Sale Kunden einen Sonderrabatt von 20% anbietet, wenn die Bestellungen des jeweiligen Abnehmers um mehr als 20% über denen des Herbstquartals des letzten Jahres liegen. Die Aktion wird ein voller Erfolg und die meisten Abnehmer qualifizieren sich für den Discount. Trotz des Discounts ist der Anstieg des Absatzes so stark, dass der Brillenhersteller das Quartal mit einem sehr soliden Profit abschließt. Aufgrund der sehr guten Erfahrung mit dieser Aktion plant der Hersteller, sie im Winterquartal erneut anzubieten.

Welches der nachfolgenden Argumente, wenn es wahr ist, zeigt am deutlichsten den logischen Fehler in der Schlussfolgerung auf, dass sich dieser Erfolg im nächsten Quartal erneut einstellen wird?

A] Die Abnehmer, die sich am stärksten für den Sonderrabatt qualifiziert haben, waren vor allem jene, die im letzten Jahr im Herbstquartal sehr wenig bestellt haben.

B] Die Abnehmer konnten im freien Ermessen selber darüber bestimmen, wie viel sie von dem Sonderrabatt an ihre eigenen Endkunden weitergeben.

C] Generell sind die Bestellungen der Whole-Sale Kunden im Herbstquartal nicht höher als im Sommerquartal.

D] Die Whole-Sale Abnehmer, die an er Rabattaktion im Herbstquartal teilgenommen haben, haben nun für das Winterquartal außergewöhnlich hohe Lagerbestände.

E] Während seiner Sonderaktion für seine Abnehmer hat der Brillenhersteller zusätzlich seine Marketingausgaben für Werbung in Zeitungen und im Radio stark erhöht.

Antwort D ist richtig. Das Argument der überfüllten Lager (sofern es wahr ist), zeigt am stärksten einen logischen Fehler in der oben gemachten Schlussfolgerung auf.

Der Aufgabentyp „Reading Comprehension“ ist der einzige Abschnitt im GMAT, der mit einigen Aufgaben aus dem TOEFL Test fast direkt vergleichbar ist. Der Testteilnehmer erhält eine längere Textpassage, die er durchlesen muss und beantwortet im Anschluss mehrere aufeinanderfolgende Fragen, die sich auf den gelesenen Text beziehen. Es geht hierbei primär darum, Texte zu interpretieren und ihnen Informationen zu entnehmen, die nicht ausdrücklich genannt sind und damit um Zusammenhänge, die sich der Leser selbst erschließen muss. Die Multiple Choice Fragen zu den Reading Comprehension Aufgaben fragen üblicherweise ab, ob gewisse Aussagen wahr oder falsch sind oder implizit aus einem Text geschlussfolgert werden können.

Der letzte und oftmals für viele Studenten schwerste Teil des Tests ist der Abschnitt „Sentence Correction“. In diesem Abschnitt erhält der Testteilnehmer in jeder Aufgabe einen Satz sowie vier Modifikationen dieses Satzes, bei denen z.B. Wörter in einer anderen Reihenfolge stehen, Kommas unterschiedlich gesetzt sind oder verschiedene Zeitformen genutzt werden. Auf den ersten Blick sehen alle fünf Sätze absolut korrekt aus, erst mit recht viel Übung lässt sich für jemanden, der Englisch nicht als Muttersprache spricht, schnell erkennen, welcher Satz bezüglich seiner Grammatik aber auch seiner stilistischen Form (z.B. Parallelismen etc…) der am besten formulierte Satz ist. Der Punkt „der am besten formulierte Satz“ ist dabei wichtig, es ist nicht so, dass nur ein Satz völlig richtig und alle anderen vier z.B. grammatikalisch fundamental falsch sind. Gerade bei den schweren Aufgaben sind mehrere Sätze durchaus zulässig, allerdings gibt es jeweils einen Satz, der mit Abstand am besten strukturiert ist. Dieses gilt es zu finden.

Sentence Correction Aufgaben erfordern Kenntnisse aus den folgenden Bereichen:

- Diction (angemessene und korrekte Wortwahl)
- Idioms (in der englischen Sprache spezifische und nicht standardisierte Ausdrücke)
- Grammatische Konstruktion (Zeit, Kommasetzung etc…)
- Verbformen
- Rhetorische Konstruktionen
- Korrekte Wiedergabe logischer Zusammenhänge
- Parallelism

Mehr als bei fast allen Aufgaben sollte jeder GMAT Testteilnehmer vorher die Sentence Correction Aufgaben genau in Augenschein nehmen und mehrere Beispiele einüben, damit im Test selber klar, worum es geht und worauf die Fragen abzielen.

Wie auch bei der Quantitative Section werden die Leistungen des Testteilnehmers in der Verbal Section mit einem Rohpunktewert von 0 bis 60 Punkten bewertet. Die Verbal Section Aufgaben sind, gemessen an den erreichbaren Punkten, schwerer als die Quantitative Section Fragen. Obwohl die Skale bis 60 Punkte geht, ist bei etwa 45 Punkten in der Praxis das Ende der Fahnenstange erreicht. Wer 45 Punkte erreicht, gehört zu den Top 1% aller Testteilnehmer in der Verbal Section.

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Als Testteilnehmer solltet ihr etwa zwanzig Minuten vor Beginn des Tests ankommen. Vor Ort befinden sich abschließbare Fächer, in denen ihr euer Hab und Gut verstauen könnt. Insbesondere müsse Handys abgeschaltet werden und dürfen nicht in den Testraum mitgenommen werden. Sehr wohl könnt ihr Snacks und Getränke mitbringen, die in eurem Fach verstaut werden können. Diese dürfen nicht mit in den Testraum gebracht werden, ihr habt aber in den Pausen Zugriff auf eurer Fach mit Ausnahme auf das Handy, dies muss auch in den Pausen aus bleiben. Telefonate sind nicht gestattet.

Vor Beginn des eigentlichen Tests wird eine Identitätsprüfung vorgenommen, habt daher unbedingt euren Ausweis mit dabei. Im Anschluss wird ein Scan eures Handvenenmusters vorgenommen. Ein Scanner identifiziert den Lageplan eures Venensystems in eurer Hand und speichert ihn. Wenn ihr nach einer Pause in den Testraum zurückkehrt, wird der Scan wiederholt, um sicherzustellen, dass Ihr auch wirklich „Ihr“ seid. Vom Konzept her handelt es sich hier so etwas wie den Scan eines Fingerabdrucks, nur dass der Scan des Handvenensystems genauer und weniger fehleranfällig ist und daher von GMAC bevorzugt wird. Zu Beginn wird der Testleiter euch nochmals über alle Testregeln in Kenntnis setze und sich vergewissern, dass ihr alles verstanden habt. Danach erhaltet ihr eine kurze Einführung in den Test an dem Computer und dann könnt ihr auch schon loslegen.

Zunächst schreibt ihr eine halbe Stunde lang den Essay, danach macht ihr sofort weiter mit der Integrated Reasoning Section, die ebenfalls eine halbe Stunde geht. Im Anschluss, nachdem eine Stunde eurer Testzeit vorbei ist, erhaltet Ihr die Möglichkeit eine optionale Pause zu machen. In dieser Zeit könnt ihr kurz auf das WC gehen oder etwas trinken und essen. So oder so, es ist in jedem Fall empfehlenswert, die Pausen in Anspruch zu nehmen, um den Adrenalinpegel wieder etwas zu senken und einen klaren Kopf vor den nächsten Aufgaben zu bekommen. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr aber auf die Pause verzichten und sofort weitermachen.

Beachtet: Die Pausenzeit ist fest vorgegeben, der GMAT Test wird von alleine nach Ablauf der Zeit wieder starten, wenn Ihr also zu spät wiederkommt, verliert Ihr wertvolle Testzeit. Im Anschluss folgt nun über 75 Minuten die Quantitative Section des GMAT mit ihren 37 Fragen. Nach Abschluss des dritten Abschnitts könnt Ihr nochmals eine optionale Pause nehmen, danach geht es mit der Verbal Section und ihren 41 Fragen weiter.

Wenn Ihr den Test mit der letzten Frage abgeschlossen habt oder euch die Zeit ausgegangen ist, könnt Ihr entscheiden, ob Ihr das Testergebnis melden wollt oder nicht. Wichtig ist hier folgendes: Ihr müsst diese Entscheidung treffen, BEVOR euch eure Punktzahl angezeigt wird, das heißt, ihr müsst selber einschätzen, ob der Test gut genug war oder nicht. Denkt jedoch daran, dass ein abgebrochener Test nicht verschwinden wird aus eurer Akte sondern als ein abgebrochener Test als solcher in eurem Profil bei GMAC verzeichnet und auch an die Hochschulen gemeldet werden wird, wenn Ihr später mal einen neuen Test macht und die Punktzahl dann meldet.

Entscheidet Ihr euch, den Test zu akzeptieren und die Score Reports an die Hochschulen zu senden, erhalten Ihr im nächsten Schritt sofort euer vorläufiges Ergebnis, d.h. den GMAT Score, der auf der Quantitative Section und der Verbal Section beruht. „Vorläufig“ ist hier ein technischer Begriff, euer Testergebnis steht zu diesem Zeitpunkt fest und Ihr könnt sichersein, dass es in genau dieser Form auch in eurem Score Report stehen wird.

Nachdem Ihr eure Punktzahl am Bildschirm habt ablesen können, könnt Ihr das Testzentrum verlassen. Die Mitarbeiter vor Ort werden euch einen vorläufigen Score Report ohne den AWA Score mitgeben. Nach etwa zwei bis drei Wochen ist dann der vollständige Score Report mit den Werten für alle Testbereiche online verfügbar und Ihr könnte nach Bedarf zusätzliche Score Reports an einige weitere Hochschulen eurer Wahl bestellen.

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An dieser Stelle befassen wir uns kurz damit, wie man die Vorbereitung auf den GMAT am besten anpacken kann. Wir thematisieren hier nicht die inhaltliche Vorbereitung auf den GMAT (die umfasst mehrere hundert Seiten in vielen guten Büchern), sondern wollen kurz einen Leitfaden entwickeln, wie man das Thema GMAT am besten anpacken sollte. Dieser Leitfaden besteht aus den folgenden Regeln:

1] Macht den GMAT mindestens 1 Jahr, besser sogar 18 Monate bevor euer Studium beginnen soll. Das letzte was ihr wollt, ist es, unter massiven Zeitdruck zu geraten bis ihr den Test nur noch zwischen Tür und Angel ablegen könnt. Zudem braucht ihr genügend Reservezeit, wenn am Testtag alles schief geht und ihr den Test nochmal wiederholen wollt.

2] Macht zu Beginn, noch bevor Ihr anfangt zu lernen, die beiden Probetests die es von GMAC bei www.mba.com kostenlos zum herunterladen gibt. Die beiden Tests geben euch eine Indikation über eure Leistung und zeigen, welche Bereiche ihr bereits relativ gut könnt und wo ihr am meisten nachbessern musst. Die Arbeit an euren größten Schwächen bringt pro investierter Stunde Zeit am Ende den größten Mehrgewinn.

3] Besorgt euch frühzeitig die richtige Literatur zum Vorbereiten mit vielen Übungsaufgaben. Die offiziellen Bücher von GMAC sind ein absolutes Must-Have, ohne diese Bücher solltet ihr nicht starten. Die Bücher von Manhatten Review sind ein nettes Addon und genießen einen guten Ruf. Das gilt besonders, da die Manhatten Review Aufgaben so ausgelegt sind, dass diese im Schnitt etwas schwerer als die echten GMAT Aufgaben sind, d.h. wer hier gut trainiert, wird im GMAT sehr gut abschneiden können. Mehr als die offiziellen Bücher und Manhatten Review braucht ihr auf gar keinen Fall.

4] Beginnt mit eurer Testvorbereitung auf den GMAT etwa acht Wochen vor dem Testtermin, aber fangt noch nicht sofort an, wie besessen acht Stunden am Tag zu lernen, das macht zu Beginn noch keinen Sinn. Schaut euch dagegen alle Testkonzepte an, versteht, wie die Fragen aufgebaut sind und was der GMAT eigentlich von euch will. Ihr spart euch in der eigentlichen Vorbereitungszeit auf den GMAT viel Zeit, wenn ihr bereits einen guten Durchblick habt, worum es geht und worauf die verschiedenen Fragen hinauswollen.

5] Die letzten zwei bis vier Wochen vor dem GMAT Testtermin solltet ihr euch freinehmen um euch jeden Tag in Vollzeit auf den Test vorzubereiten. Etwa sieben bis acht Stunden am Tag sind eine gute Guideline in den letzten Wochen vor dem Test. Sehr viel mehr pro Tag sollte es auch nicht sein, denn irgendwann ist eure geistige Kapazität erschöpft.

6] Wichtig ist, dass ihr zu Beginn der letzten Wochen eine klare Agenda auf dem Tisch liegen habt und genau bestimmt habt, in welche Bereiche ihr wie viel Zeit investieren wollt. Wenn ihr besonders schwach im verbalen Bereich aber schon ganz gut im quantitativen Teil war, berücksichtigt das. Arbeitet nicht immer wieder die Aufgaben durch, die ihr sowieso schon könnt, sondern packt die Aufgaben an, die besonders unangenehm und schwer für euch sind.

7] Richtet eure Vorbereitung zudem auf die Anforderungen eurer Uni aus. Bewerbt ihr euch auf ein MBA-Programm und braucht ihr einen gut ausbalancierten Score oder wollt ihr in einer Master in Finance Programm, für das in erster Linie die quantitative Punktzahl besonders wichtig ist? Viele Hochschulen geben hierrüber genauen Aufschluss und verlangen z.T. auch Mindestpunktzahlen in den einzelnen Testbereichen des GMAT und nicht nur im Gesamtergebnis, beachtet dies in eurer Vorbereitung.

8] Lest euch die Inhalte und die Testkonzepte genau durch, beschränkt euch aber nicht darauf. Was den GMAT am Ende des Tages ausmacht, ist Üben, Üben und nochmals Üben. Macht vor dem Test so viele Aufgaben wie nur möglich, ihr solltet es MINDESTENS schaffen, ALLE Übungsaufgaben in den offiziellen Büchern von GMAC zwei Mal durchzugehen. Schreibt euch alle Aufgaben auf, die ihr falsch beantwortet habt. Erörtert, warum eure Antwort falsch war und geht die Liste der falschen Aufgaben immer wieder durch, bis ihr auch diese Aufgaben inklusive dem kompletten Lösungsweg gut beherrscht. Im GMAT kommt es besonders auf eine hohe Geschwindigkeit an, es ist daher sehr wichtig, dass ihr eine Aufgabe durchlest und sofort eine Idee habt, mit welchem Konzept oder mit welchem Lösungsweg ihr die Aufgabe knacken könnt.

9] Plant eure finale Vorbereitung so, dass ihr mit euerm geplanten Pensum spätestens eine Woche vor dem Testtermin fertig seid. Reserviert die letzte Woche vor dem Test ausschließlich für ein umfassende Review, indem ihr alle Aufgaben, die ihr noch falsch macht, nochmals durchgeht, Inhalte wiederholt, euch eure Zusammenfassungen anschaut und nochmal die Probetests macht, um zu sehen, wie sehr ihr euch verbessern konntet.

10] Nehmt euch den letzten Tag direkt vor dem Test komplett frei. Stresst euch nicht und entspannt etwas. Was ihr heute noch lernen würdet oder nicht hat auf das endgültige Testergebnis auch keinen besonderen Einfluss mehr. Konzentriert euch lieber darauf, dass ihr am nächsten Tag gut ausgeschlafen und entspannt zum Test geht. Wer am Abend vor dem Test nochmal hektisch um Mitternacht alle Unterlagen durchgeht, hat für den nächsten Tag oft schon verloren und schädigt sich mehr, als dass er sich noch verbessert. Am Testzentrum angekommen denkt besonders an eines: Der GMAT ist wichtig, das ist richtig. Er ist aber NICHT das alleinige Kriterium mit dem eure gesamte Bewerbung steht oder fällt. Seid zudem zuversichtlich und habt Selbstvertrauen: Fast alle Testteilnehmer, die mehrere Wochen in den GMAT stecken, erreichen ihre Hürde von 700 oder mehr Punkten oftmals sehr gut. 700 Punkte oder mehr sind wirklich bei weitem nicht so schwer zu erreichen, wie es oftmals erzählt wird – es ist nur eine Frage guter Vorbereitung.

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Brauche ich den GMAT Test zwingend, um in ein MBA- oder Masterprogramm zu kommen?

Nicht unbedingt. Dies muss vorher geprüft werden, indem man sich die Programmbeschreibung der jeweiligen Hochschule ansieht. Viele Hochschulen akzeptieren als eine Alternative zum GMAT auch den GRE Test oder verlangen gar keinen Studienzulassungstest. In letzterem Fall handelt es sich jedoch um regionale Hochschulen, deren Programme oft nur mäßig gut sind. Inzwischen verlangt praktisch jede qualitativ gute bis sehr gute Hochschule für Master- und MBA-Programme entweder einen GMAT oder einen GRE Test.

Brauche ich den GMAT, wenn ich schon einen TOEFL gemacht habe?

Definitiv ja, oder wenn der GMAT nicht benötigt wird, dann wird meist der GRE Test benötigt. Der TOEFL ist kein Ersatz für den GMAT oder den GRE, denn der TOEFL ist ein reiner Sprachtest und um ein vielfaches leichter und einfacher als der GMAT oder GRE. Da der GMAT die Befähigung des Studenten erfassen soll, ein weiterführendes Studium zu beginnen, verfolgt der GMAT ein ganz anderes Ziel als der TOEFL und hat damit einen völlig anderen Aufbau.

Ist der GMAT mathematisch besonders anspruchsvoll?

Nein, niemand muss eine Mathe-Genie für den Test sein. Die abgefragten Konzepte sind sehr grundlegend und entsprechen dem Mathematikstoff der Realschule und der gymnasialen Oberstufe. Die Schwierigkeit des Tests liegt mehr darin, logisch und analytisch denken zu können. Ein bestimmtes mathematisches Vorwissen wird nicht benötigt. Das Schulwissen Mathematik, das für den Test benötigt wird, wird in allen guten Vorbereitungsbüchern ausführlich wiederholt.

Darf ich mathematische Formeln wie z.B. für die Fläche eines Kreises aufschreiben und in den Test nehmen?

Nein, alle grundlegenden mathematischen Formeln die ihr möglicherweise im Test brauchen werdet, müsst ihr auswendig lernen. Es dürfen keine Unterlagen in den Test mitgenommen werden und es wird keine Formelsammlung oder ähnliches zur Verfügung gestellt.

Was passiert, wenn ich Frage falsch beantworte oder einfach rate?

Wenn eine Frage falsch beantwortet oder falsch erraten wird, so fährt der Test mit der nächsten Frage fort und das Testniveau sinkt. Das bedeutet, die nächste Frage wird leichter und bringt dem Kandidaten weniger Punkte bei einer richtigen Antwort ein. Zudem muss die nächste Frage korrekter beantwortet werden, um das Testniveau wieder zu erhöhen und um zu den höherwertigen Fragen zurückzugelangen.

Wenn eine Antwort geraten werden muss, wird dringend empfohlen zumindest zu versuchen, die offensichtlich falschen Antworten zu eliminieren um aus so wenig wie möglich verbleibenden Antworten zu raten.

Was passiert, wenn ich nicht fertig werde mit dem Test?

Wenn die Zeit für den jeweiligen Testabschnitt abläuft (z.B. die 75 Minuten für die Quantitative Section), endet der Test automatisch und alle nicht bearbeiteten Fragen werden separat nicht als „falsch“ sondern als „nicht bearbeitet“ markiert. Dies ist von zentraler Bedeutung für die Bewertung, denn nicht beantwortete Fragen belasten das Testergebnis des Kandidaten weitaus schwerwiegender als falsch beantwortete Fragen. Es ist daher von zentraler Bedeutung, dass Kandidaten sich an die durchschnittliche Antwortzeit pro Frage halten und eine kontinuierlich hohe Geschwindigkeit beibehalten. Notfalls ist es besser, eine Frage falsch zu erraten als sie unbeantwortet zu lassen.

Kann ich bei dem Test durchfallen?

Nein, beim GMAT kann man nicht durchfallen. Der Test ermittelt eine Punktzahl zwischen 200 und 800 Punkten für den Kandidaten und dieser muss im Anschluss selber einschätzen, ob ihm diese Punktzahl für seine Ziele reicht oder nicht.

Kann ich den Test wiederholen?

Ja, der Test kann beliebig oft wiederholt werden. Jedoch werden alle früheren Testergebnisse gespeichert und mit dem aktuellen Score Report zusammen an die Hochschulen versendet. Das bedeutet, jede Hochschule sieht die gesamte Testhistorie des Bewerbers und weiß, wie oft der Bewerber den GMAT gemacht hat und welche Score er erreicht hat.

Unabhängig davon, dass der Test jedes Mal wieder viel Geld kostet, sollten Bewerber vorsichtig sein, den GMAT häufig zu wiederholen. Eine zweite Wiederholung wird meist als in Ordnung angesehen, besonders dann, wenn sich die Punktzahl significant erhöht hat. Wer den Test drei Mal oder mehr macht und zudem keine besonderen Fortschritte in seiner Leistung erkennen lässt, hinterlässt bei jeder Hochschule einen sehr schlechten Eindruck. Es sollte daher genau überlegt werden, ob man bereit ist, nochmals viel Zeit zu investieren um das Testergebnis deutlich zu verbessern, denn ist es ist besser, einmal einen 620er Score einzureichen als eine Serie von drei Testergebnissen, in denen man sich nur von 620 auf 640 verbessern konnte, d.h. selbst nach drei Versuchen keine Fortschritte erkennbar sind.

Es gelten jedoch folgende Einschränkungen für die Wiederholung von Tests: Pro Jahr dürfen nur maximal fünf Tests abgelegt werden und zwischen jedem Test muss eine Zeit von mindestens 31 Tagen vergehen.

Werden alle Fragen im Test gewertet?

Nein, nicht zwingend. GMAC entwickelt den Test jedes Jahr fortlaufend weiter und erprobt dabei immer wieder neue Fragen und Ideen. Neue Fragen, die zu Testzwecken eingeführt werden, erscheinen ohne Markierung und ohne Wissen des Kandidaten unter allen anderen Fragen, fließen aber nicht in die Wertung ein. GMAC prüft im Anschluss auf Basis mehrerer Zehntausend Testergebnisse, ob die neuen Fragen statistisch signifikante Abweichungen von den anderen Fragen des gleichen Schwierigkeitsgrades zeigen und werden bei Bedarf angepasst. Ansonsten gehen sie später in den normalen Fragenpool mit ein.

Wo kann ich mich für den GMAT anmelden?

Die Anmeldung erfolgt online auf der Webseite www.mba.com des offiziellen Testanbieters GMAC. Der Direktlink zur Anmeldemaske lautet: Direktlink http://www.mba.com/the-gmat/schedule-a-gmat-appointment.aspx

Wo kann der GMAT abgelegt werden?

GMAC betreibt mehrere Tausend Testzentren auf der Welt und der GMAT kann über das ganze Jahr hinweg zu festgesetzten Terminen in allen größeren Städten in Deutschland sowie im Ausland abgelegt werden. Ein Terminkalender mit Ort und Termin kann man jederzeit unverbindlich einsehen unter der Testanmeldung für den GMAT unter http://www.mba.com/the-gmat/schedule-a-gmat-appointment.aspx

Was kostet der GMAT Test?

Gegenwärtig berechnet GMAC 250 US-Dollar für den Test (Stand Anfang 2013). Dazu kommt noch zuzüglich die Mehrwertsteuer.

Zu welchen Terminen wird der GMAT angeboten?

Testtermine sind über das gesamte Jahr verteilt verfügbar, gerade in größeren Ländern wie Deutschland sind GMAT-Tests alle paar Wochen verfügbar an der verschiedenen Standorten.

Wie viel Vorbereitung brauche ich für den GMAT?

Dies hängt von den Vorkenntnissen ab und kann nicht pauschal beantwortet werden. Für einen 700+ Score sollten jedoch vier bis sechs Wochen je nach Fähigkeiten und Kenntnisstand angesetzt werden. Dennoch, es gibt einige hochintelligente Menschen, die Punktzahlen über 700 Punkten mit weniger als einer Woche Vorbereitung erreicht haben, während andere sich über ein halbes Jahr auf den Test vorbereiten und diese Schallmauer dann doch nicht erreichen. Erfahrungsgemäß führt zudem die persönliche Performance am Testtag zu einer Schwankungsbreite von bis zu 50 Punkten je nachdem wie gut man sich fühlt und ob man bei den Fragen zufällig ein wenig mehr Glück oder Pech hatte.

Bezüglich der Strukturierung der Vorbereitung erläutert der zugehörige Abschnitt oben im Text nähere Details, wie man die Vorbereitung auf den GMAT planen sollte.

Was prüft der GMAT Test?

Der GMAT testet verbale, mathematische, analytische und logische Fähigkeiten sowie das schriftliche Ausdrucksvermögen des Testteilnehmers, die dieser während seiner Ausbildung und im Berufsleben erworben hat. Der GMAT testet kein berufsspezifisches Wissen, berufliche Fähigkeiten noch bestimmte Inhalte aus früheren Studiengängen. Ebenfalls werden keine Fähigkeiten in anderen Gebieten oder sonstige persönliche Eigenschaften wie Kreativität abgefragt.

Gibt es Übungstests für den GMAT?

Ja. Der offizielle Anbieter GMAC bietet auf seiner Webseite www.mba.com zwei kostenlose Übungstests an, die jeden auch eine erste Indikation der Punktzahl geben. Die Punktzahlen in den Probetests geben bereits eine recht gute Auskunft, über den Kenntnis und Fähigkeitsstand des Kandidaten. Abweichungen von mehr als 50 Punkten im realen GMAT gegenüber den Übungstests sind eher selten. Um die Tests von GMAC herunterzuladen, ist es jedoch notwendig, sich vorher einen Account auf der Webseite anzulegen.

Darüber hinaus bieten private Anbieter wie Manhattan Review weitere Übungstests ans, die gegen Entgelt käuflich sind, meistens jedoch nicht einzeln sondern im Bundle mit anderen Materialien wie z.B. Büchern zur Vorbereitung.

Werden bestimmte Bücher zur Vorbereitung auf den GMAT besonders empfohlen?

Ja. Ein Must-Have sind die offiziellen GMAT Guides von GMAC. Es gibt von GMAC drei Bücher, die für viele Testteilnehmer oftmals schon ausreichend sind. Es gibt den allgemeinen Guide (ein sehr dickes, weinrotes Buch) sowie zusätzlich zum weitere Üben das grüne „Quantitative Review“ Buch sowie das blaue „Verbal Review“ Buch. Beide Bücher beinhalten nochmals zusätzliche 300 Fragen aus den jeweiligen Testgebieten.

Ebenfalls werden sehr häufig die Bücher von Manhattan Review empfohlen. Diese Bücher sowie die offiziellen Guides gelten als die besten Vorbereitungsbücher und reichen völlig aus. Zudem ist oftmals die Zeit zu beschränkt um noch mehr Bücher zu lesen.

Die offiziellen Guides von GMAC sowie die Bücher von Manhatten Review sind die einzigen Bücher, die Financial Career euch ohne Vorbehalt empfehlen kann. Wir erhalten für diese Empfehlung kein Geld oder andere Vorteile von GMAC oder Manhatten Review, sie beruht unabhängig und neutral auf unseren Erfahrungen sowie auch der Erfahrung von vielen anderen GMAT Testteilnehmern, die in Internetforen auf in Form von Rezensionen (z.B. bei Amazon) nachgelesen werden kann.

Es gibt sehr viele Vorbereitungskurse für den GMAT, brauche ich die unbedingt?

Eine hohe GMAT Punktzahl verspricht die Hoffnung, in einige der besten Hochschulprogramme der Welt zu kommen. Daher ist es wenig verwunderlich, dass in den letzten zwei Jahrzehnten rund um den GMAT ein gewaltiger Bildungsmarkt mit unzähligen Angeboten entstanden ist.

Unserer Ansicht nach sind Vorbereitungskurse für den GMAT unnötig und eine übertrieben teure Investition. Selbst (oder gerade!) die erfolgreichsten Testteilnehmer im GMAT sind jene, die sich selbstständig aktiv und engagiert mit dem Test auseinandersetzen und intensiv lernen. Erfahrungsgemäß reicht das für den Großteil aller Studenten immer wieder vollkommen aus, selbst wenn es um Traumpunktzahlen von 700 Punkten oder mehr geht.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Für Personen, die den GMAT kurzfristig unter hohem Zeitdruck machen müssen oder berufstätig sind und nur am Wochenende oder abends lernen können, können Intensivseminare von guten Anbietern durchaus Sinn machen. Jedoch sollte viel Zeit in die Auswahl eines seriösen, zuverlässigen und erfahrenen Anbieters gesteckt werden, denn viele schwarze Schafe versuchen mit der Hoffnung der Bewerber, in gute Programme zu kommen, ein paar schnelle Euro zu verdienen ohne wirklich Qualität zu liefern.

Welche Punktzahl muss ich im Test haben, um in ein gutes Masterprogramm zu kommen?

Dies hängt vom Master sowie der Hochschule selber ab. Erstens haben Hochschule verschiedene durchschnittliche GMAT Scores und zweitens haben auch die Programme an den Hochschulen verschiedene Score. Beispielsweise liegt bei der LSE durchschnittliche GMAT Score für den Master in Finance bei etwa 730 Punkten, bei dem weniger begehrten Accouting & Finance Master liegt der Score dagegen im Mittel nur bei etwa 680 Punkten.

Grundsätzlich gilt als Faustregel: Punkte zwischen 550 und 650 Zählern eröffnen gute Chancen, in ernstzunehmende und gute Programme von nationalen sowie weniger bekannten internationalen Hochschulen aufgenommen zu werden. Beispielsweise reicht eine Punktzahl im GMAT zwischen 600 und 650 Punkten bereits für alle guten deutschen Hochschulen völlig aus. Für viele internationale Eliteuniversitäten ist dagegen ein GMAT Score von 700 Punkten zwar keine Pflicht, erhöht die Chancen aber enorm.

Kann der GMAT wirklich meine Leistungen im Studium vorhersagen?

Darüber scheiden sich die Geister. Es gibt zahlreiche Studien, die eine Korrelation von GMAT Ergebnis und Studienerfolg belegen und ebenso gibt es Studien, die genau diesen Zusammenhang bestreiten. Unbestritten sind aber zwei Dinge: Einerseits erreichen nur extrem fleißige und zielorientierte und hochintelligente Kandidaten sehr hohe Punktzahlen jenseits der 720 bis 730 Punkte im GMAT. Beide Faktoren, Intelligenz und Fleiß, haben Einfluss auf das zu erwartende Studienergebnis des Bewerbers. Andererseits gilt: Der GMAT ist kein Test für alles und niemand behauptet das. Die Fähigkeiten, die der Test prüft, geben am ehesten Aufschluss über die analytischen Fähigkeiten des Bewerbers. In guten MBA Programmen z.B. kommt es aber zusätzlich noch auf ganz andere Fähigkeiten wie z.B. Business Judgement und Leadership an. Dies sind Faktoren, die der GMAT nicht erfasst und entsprechend kann er diesbezüglich auch keine Vorhersage machen. In jedem Fall ist der GMAT damit ein unvollständiger bzw. nur ein Teilindikator für die zu erwartende Leistung im Studium. Aus genau diesem Grund machen Hochschulen die Entscheidung über eine Aufnahme oder Ablehnung des Bewerbers auch nicht vom GMAT alleine abhängig, sondern betrachten auch andere Leistungen wie z.B. das Motivationsschreiben, den Lebenslauf oder die berufliche Erfahrung.

Kann ich einen einmal gewählten Testtermin verschieben?

Ja, GMAC is diesbezüglich flexibel. Um einen Termin zu verschieben, kann man sich online auf www.mba.com einloggen und dort den Testtermin ändern. Hierfür wird eine Service-Gebühr berechnet und die Änderung muss mindestens sieben Tage vor dem geplanten Testtermin erfolgen. Der neue Testtermin darf nicht weiter als sechs Monate in der Zukunft liegen.

Kann ich meinen Testtermin absagen und bekomme ich meine Kosten erstattet?

Der Testtermin kann online storniert werden. Dies muss mindestens sieben Tage vor dem Testtermin erfolgen und man bekommt eine Teilerstattung von 80 US-Dollar zurück, d.h. der Großteil der Testgebühr ist in einem solchen Fall stets verloren. Wer kurzfristig storniert, erhält keine Erstattung.

Ich bin gerade in einem Auslandssemester, kann ich den GMAT auch im Ausland ablegen?

Das ist möglich, jeder Bewerber muss sich jedoch durch einen gültigen Reisepass vollständig und eindeutig ausweisen können.

Was passiert, wenn ich eine Pause mache, aber zu spät zum Computer zurückkehre?

Die Pause ist im Computer per Timer eingegeben. Nach Ablauf der Höchstzeit für die Pause läuft der Test von alleine weiter, d.h. es geht Testzeit verloren.

Wie lange dauert es, bis ich mein Testergebnis bekomme?

Das Testergebnis des GMAT auf Basis der Quantitative und der Verbal Section wird sofort am Bildschirm nach Ende des Tests angezeigt. Alle Punktzahlen inkl. des AWA-Scores sind nach etwa 20 Tagen in Form eines Online-Score Reports auf der Webseite vom GMAC verfügbar.

Wenn ich den GMAT mehrfach ablege, wird dann immer nur meine letzte Punktzahl versendet?

Nein. Hochschulen erhalten alle Testergebnisse der letzten fünf Jahre.

Wie kann ich meine Testergebnisse an Hochschulen versenden?

Bei der Registrierung für den GMAT könnt ihr GMAC anweisen, das Testergebnis an fünf verschiedene Hochschulen zu versenden. Dies ist in der Testgebühr mit inbegriffen. Wenn ihr eure Berichte an weitere Hochschulen senden wollt, könnt ihr kostenpflichte Zusatzreports online über euren Account auf www.mba.com anfordern.

Ich habe ein altes Testergebnis vom GMAT, das über fünf Jahre alt ist, kann es noch verwendet werden?

GMAC speichert GMAT-Testergebnisse für maximal 10 Jahre. Ergebnisse, die älter als fünf Jahre sind, können noch verwendet und an Hochschulen versendet werden. Die meisten Hochschulen werden diese Testergebnisse jedoch nicht akzeptieren und einen neuen Test verlangen.

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