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Zum Master in Finance
Aufbau eines Master in Finance
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MIF, MBA oder CFA?
Anforderungen an Bewerber

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Wikipedia: Master in Finance
Wikipedia: Master in Quant. Finance
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Ratgeber und Infos zum Master in Finance Studium
Aufbau eines Master in Finance Was macht einen guten Finance Master aus?
Die wichtigsten Finance Programme Master in Finance, MBA oder CFA? Anforderungen an Bewerber

Für Berufe in der Finanzindustrie, egal ob Commercial Banking, Investment Banking, Asset Management oder Private Equity erscheint die Wahl eines Masters in Finance (selten auch: Master of Finance) Programms ein geeigneter Weg zu sein, seinen beruflichen und akademischen Zielen ein Schritt näher zu kommen. In der Tat sind Master in Finance Programme sehr beliebt und die Studienplätze sind zum Teil hart umkämpft. Durch sein hohes Maß an Spezialisierung und die Tatsache, dass viele Master in Finance Programme nur ein Jahr gehen, passen sie oftmals perfekt zur beruflichen Planung und sind eine sehr interessante Alternative zu einem klassischen MBA sowie auch dem im Selbststudium absolvierten CFA.

Wir beleuchten in diesem Artikel nachfolgend welche verschiedenen Finance-Programme es gibt, wie sie aufgebaut sind, für wen diese Programme geeignet sind und was einen guten Finance-Master ausmacht. Daher gliedert sich dieser Artikel in die folgenden Abschnitte:

Der Master in Finance - Unendliche Weiten
Wer braucht einen Master in Finance?
Aufbau eines Master in Finance
Was macht einen guten Finance Master aus?
Die wichtigsten Finance Programme
Master in Finance, MBA oder CFA?
Anforderungen an Bewerber

   Der Master in Finance – Unendliche Weiten

Ein Master in Finance in nicht gleich einem Master in Finance. Zwischen den verschiedenen Programmen der verschiedenen Hochschulen gibt es zum Teil gravierende Unterschiede je nachdem welche akademische Ausrichtung und Zielsetzung das Programm hat. Über die folgenden fünf Dimensionen lässt sich jedes Master in Finance Programm sehr gut charakterisieren:

Pre-Experience und Post-Experience: Der absolute Großteil der Master in Finance Programme gehört zur Gruppe der sogenannten Pre-Experience Programme, d.h. die Studiengänge richten sich an Studenten ohne oder mit nur sehr wenig Berufserfahrung die ihren Master üblicherweise direkt nach dem Bachelor absolvieren möchten. Der Großteil dieser Programme ist entsprechend stärker akademisch und nur bedingt berufsorientiert gestaltet. Beispiele für Pre-Experience Programme sind die Master in Finance Programme der Frankfurt School, der European Business School und der Master in Finance der London School of Economics oder University of Warwick. Post-Experience Master in Finance Programme gibt es dagegen nur sehr wenige weltweit. Das Master in Finance Ranking 2012 der Financial Times beispielsweise verzeichnet gegenüber 35 Pre-Experience Programmen lediglich 4 Post-Experience Programme weltweit (es gibt natürlich mehr, aber nicht alle tauchen im Ranking auf). Ein Post-Experience Master in Finance richtet sich analog einem MBA an Studenten mit mehreren Jahren Berufserfahrung. Der Fokus eines solchen Masters liegt entsprechend nicht auf wissenschaftlicher Forschung sondern ist anwendungsorientiert und soll die Absolventen bestmöglich auf verschiedene berufliche Positionen in der Finanzindustrie vorbereiten. Post-Experience Programme werden praktisch ausschließlich von Business Schools angeboten und aufgrund der angesprochenen Gruppe von Studenten sind derartige Programme wie auch ein MBA oftmals sehr teuer, bieten dafür aber exzellente Networking-Möglichkeiten. Üblicherweise werden 2 oder 3 Jahre Berufserfahrung gemacht, selbst gute Unis geben oft aber einen Waiver an sehr gute Bewerber, wenn diese beispielsweise über ein berufsintegriertes Studium Berufserfahrung in Teilzeit aufgebaut haben. Beispiele für einen Post-Experience Master sind der Masters in Finance der London Business School und der Master in Advanced Finance der IE Business School in Madrid.

Research- oder Professional-Fokus: Während Post-Experience Programme ihren Fokus immer auf Professionals richten, d.h. Studenten mit Berufserfahrung, die meist zurück in die Arbeitswelt wollen, ist das akademische Spektrum unter den Pre-Experience Programmen sehr weit gefächert und Bewerber müssen genau darauf achten, dass sie einen Master finden, der zu ihren persönlichen Zielen passt. Auf der einen Seite stehen die Research-Degrees in Finance, ein typisches Beispiel ist der MPhil in Finance an der University of Cambridge. Ein Research-Master ist akademisch extrem fordern und tiefgehend und soll auf eine akademische Karriere vorbereiten, d.h. üblicherweise schließt sich bei hinreichenden Leistungen ein PhD-Studium an. Natürlich kann man auch mit einem Research-Degree Karriere in der freien Wirtschaft machen, jedoch sind diese Masterprogramme darauf ausdrücklich nicht ausgelegt. Auf der anderen Seite stehen die anwendungsorientieren Masterprogramme. Der Master in Finance der Cass Business School oder der schon erwähnte Master in Finance der London Business School sind gute Beispiele. Im Fokus steht die anwendungsorientierte Lehre und das Ziel ist es, die Studenten nicht auf eine wissenschaftliche Karriere sondern auf ihre berufliche Laufbahn z.B. im Investment Banking oder Asset Management vorzubereiten. In Realität befinden sich aber nur wenige Programme an den beiden genannten Polen wie z.B. das Master-Programm in Cambridge oder das der LBS. Sehr viele Masterprogramme befinden sich durchaus in der Mitte und streben einen generalisierten Ansatz an, der Studenten beide Entwicklungsmöglichkeiten offenhält und nur tendenziell stärker in die eine oder andere Richtung strebt. Typische Programme, die sich keinem der beiden Extreme klar zuordnen lassen sind Beispielsweise der Master in Finance der London School of Economics oder aber der Stockholm School of Economics.

Reinrassiger oder interdisziplinärer Master: Ein Finance Master muss nicht zwingend nur auf Finance ausgerichtet sein, es gibt eine Reihe verschiedener, interdisziplinärer Masterprogramme, die versuchen Finance mit einer anderen Schnittstelle zu kombinieren. Dafür, dass man zwingend einige Kurse weniger in Finance belegt, kann man andere Kurse in passenden Ergänzungsbereichen wie IT, Economics oder Accounting absolvieren. Beispiele für bekannte und angesehene interdisziplinäre Finance-Programme sind beispielsweise der Master in Accounting & Finance oder der Master in Finance & Economics der London School of Economics und der sogenannte „Elitenetzwerkstudiengang Finance and Information Management" der Universität Augsburg. Mit den jeweiligen Studiengängen findet ein Übergriff auf die Bereiche Accounting, Economics und IT statt, die allesamt eine großartige und passende Bereicherung zum Fachgebiet der Finance darstellen. Welcher von diesen Studiengängen interessanter ist, hängt von den beruflichen Zielen des Studenten ab, so bringt ein Finance + IT Master sicher in der Bankenwelt oder mehr als z.B. der Finance + Economics Master der LSE, der eine starke theoretische Ausrichtung bezüglich hat.

Genereller oder spezialisierter Master: Obwohl ein Master in Finance Programm üblicherweise schon ein hochgradig spezialisiertes Studium (zumindest im Vergleich mit einem klassischen BWL Bachelor) darstellt, kann man ohne weiteres nochmal zwischen generalisierten und spezialisierten Finance-Programmen unterscheiden. Einige Finance-Master Programme bieten die Möglichkeit, über die zur Verfügung stehenden Electives den Master eher allgemein oder eher spezialisiert auszurichten. Der Master der London Business School kann beispielsweise allgemein gestaltet werden oder mit der Vertiefungen in Corporate Finance, Quantitative Finance oder wahlweise Investments abgeschlossen werden. Andere Finance-Programme dagegen sind schon von Haus aus auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten. Beispielsweise bietet die Stockholm School of Economics verschiedene Master in Finance Programme mit einer Ausrichtung auf Investments oder Corporate Finance an.

Full-Time oder Part-Time: Im strikt akademischen Bereich werden sich kaum Möglichkeiten für ein Teilzeitstudium finden lassen. Dagegen bieten viele Business Schools ihre praxisorientierten Masterprogramme auch im Teilzeitformat, meist dann bei doppelt so langer Studienzeit, für berufstätige Studenten an, die ihren Job nicht aufgeben möchten.

   Wer braucht einen Master in Finance?

Aus beruflicher Sicht ist grundsätzlich die Aussage vertretbar, dass niemand einen Master in Finance zwingend benötigt soweit es um eine Karriere im Finanzsektor geht. Vielfach, sogar besonders im Investment Banking, reicht ein Bachelorabschluss aus und es gibt alles in allem nur wenige Stellenausschreibungen, die heutzutage einen Master zwingend vorschreiben. Allerdings gelingt bei weitem nicht jedem Studenten der sofortige Absprung aus dem Bachelor in eine Top-Position in der Finanzindustrie und gerade wer einen Bachelorabschluss an einer weniger renommierten und unbekannten Hochschule erworben hat, für den kann der Master in Finance ähnlich wie ein MBA an einer Top-Hochschule ein sehr gutes Sprungbrett sein. Schaut man sich in verschiedenen Hochschulen in den Master in Finance Jahrgängen um, findet man sehr häufig folgende Motivation bzw. die folgenden Hintergründe, die die Studenten in das Programm gebracht haben:

Persönliches Interesse: Einer der natürlichsten Gründe, für manche Studenten gehört der Master schlichtweg zur Vervollständigung des Studium mit dazu. Wenn Finance dann das persönliche Interessengebiet ist, geht kein Weg um einen Master in Finance herum.

Berufliche Chancen maximieren: Wer direkt nach dem Bachelor einen Spitzenjob bei einer Unternehmensberatung oder ein Investmentbank ergattert, braucht bis auf weiteres keinen Master mehr. Für den Großteil aller Studenten gilt das aber nicht und gerade von vielen unbekannten Unis sind hochqualifizierte Jobs und Traineeprogramme bei Banken zwar theoretisch erreichbar, in der Praxis sind aber die Chancen gering. Entsprechend entscheiden sich viele Studenten gegen den Berufseinstieg und für einen Master in Finance, um damit bei großen Investmentbanken und Finanzinstituten ihre Einstiegschancen zu erhöhen.

Der „Back to School“ Student: Eine nicht unerhebliche Anzahl Studenten in Master in Finance Programmen hat bereits einschlägige Berufserfahrung und viele Banken fördern ihre jüngeren Arbeitnehmer, die ursprünglich nur mit einem Bachelor eingestiegen sind, bei der Aufnahme eines Masterstudiums an einer renommierten Uni. Das fördert und erweitert das Know-How der Mitarbeiter und sieht auch beim Kunden gut aus.

Der Career Changer: Eine ganze Reihe von Master in Finance Programmen ist non-konsekutiv und steht auch z.B. Ingenieuren oder IT-Fachkräften offen. Zwar ist das Studium dann anfangs besonders anstrengend, ein solcher Schritt bietet jedoch die Möglichkeit, sich beruflich neu zu orientieren und den Karrierepfad zu wechseln.

Auf dem Weg zum Doktor: Wie schon oben geschildert hat nicht jeder Master in Finance zwingend das Ziel, alle seinen Studenten bei der Investmentbank um die Ecke abzuladen. Im Gegenteil, eine wissenschaftliche Karriere im Gebiet der Finance bietet herausragende Chancen und PhD-Programme in Finance gehören zu den kompetitivsten Promotionsprogrammen der Welt. Wer die Materie von Natur aus liebt und Professor werden will, nimmt entweder ein PhD-Programm direkt aus dem Bachelor heraus in Angriff oder startet über einen Research-Master bzw. einen MPHil in Finance in Richtung PhD.

Der gefeuerte Analyst: Hier und da kommt es vor, dass sich eine Bank nach zwei Jahren von einem ihrer Analysten trennt. Oft gehen die entsprechenden Banker dann in einen MBA, aber auch ein Post-Experience Master in Finance ist dann eine gute Option, um bei einer anderen Bank wieder unterzukommen oder sich neu zu orientieren und z.B. von der Sellside auf die Buyside zu gehen.

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