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Erfahrungsbericht zum Bankfachwirt und Bankbetriebswirt an der GenoAkademie
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Bankfachwirtstudium ja oder nein? Eigentlich genug gelernt in der Ausbildung, die letzten Jahre und dazu auch noch samstags?!

Frankfurt School of Finance and Management oder BankColleg? Gibt es da einen Unterschied?


Das sind nur zwei der Gedanken und Fragen, die ich nach der Ausbildung in meinem Kopf hatte. Relativ schnell wurde mir klar, dass auf die erste Frage ein „Ja“ geantwortet werden muss und es nach einer kurzen Erholungspause im Herbst weitergehen soll.

Im Hinblick auf das eigene Alter, so kurz nach der Ausbildung und der noch bevorstehenden Arbeitszeit war mir klar, dass noch etwas passieren musste.

Antrieb war zum einen, sich persönlich weiterzuentwickeln, aber auch, sich durch das gezeigte Engagement, sowie die weiteren fachlichen Qualifikationen interessant für die eigenen Führungskräfte zu machen.

Darüber hinaus liest man in jeder Stellenanzeige im Bereich des Finanzsektors, dass am besten ein abgeschlossenes Studium vorhanden sein soll, um überhaupt in den Kreis der engeren Bewerber zu gelangen.

Nachdem die erste Frage geklärt war, gab es weiterhin den zweiten Gedanken, ob das Studium über die Frankfurt School of Finance and Management oder über das BankColleg absolviert werden soll. Ich hatte mich schon bei anderen Kollegen informiert, die sich entweder für den einen oder für den anderen Anbieter entschlossen hatten. Viele Argumente für beide Seiten klangen schlüssig, also gab es auch somit keine direkte Entscheidungshilfe.

Das Vorurteil, dass das BankColleg zu sehr auf die Genossenschaftsbanken fokussiert ist, kann ich bereits vorab nicht bestätigen. Mit einem offenen Blick wird in den Präsenzveranstaltungen ein Vergleich zu allen Banken gezogen.

Eine Informationsveranstaltung der GenoAkademie, die fachliche Anlehnung an die vorgegebenen Inhalte der IHK und die persönliche Identifikation mit dem genossenschaftlichen Verbund haben meine Entscheidung für das BankColleg maßgeblich beeinflusst. Ein weiterer Entscheidungsfaktor für das BankColleg war, dass es zwar im Vergleich zur FrankfurtSchool mit einem weiteren Studiensemester verbunden war, aber insgesamt auch zwei Spezialisierungsfächer behandelt wurden. Somit musste ich mich nicht bereits vor Beginn meiner weiteren beruflichen Zukunft auf eine bestimmte Fachrichtung spezialisieren, sondern konnte meine fachliche Qualifikation breiter gestalten.

Nachdem die Anmeldung erledigt war, begannen auch schon die Präsenzveranstaltungen.

Die ersten 4 Semester wurden von den Fächern BWL, VWL und Recht - welche die fachlichen Inhalte eines Grundstudiums vermitteln - und der Bankbetriebslehre geprägt. Die Reihenfolge der behandelten Themenfelder baute logisch auf einander auf. Zusätzlich zu den 4 Basisfächern kam im 3. Semester das Fach Privatkundengeschäft hinzu und im 5. Semester wurde, nach Abschluss der 4 Basisfächer sowie Privatkundengeschäft, ausschließlich Firmenkundengeschäft behandelt.

Vor dem Hintergrund, dass unser Dozententeam teilweise aus Praktikern, Akademikern und Berufsschullehrern bestand, wurde die Theorie mit vielen greifbaren Beispielen unterlegt. Infolge dessen konnte man das Gelernte leicht auf den Bankalltag projizieren. Schnell wurde allerdings auch klar, dass der Lernaufwand mit dem Besuch der Präsenzveranstaltungen nicht getan war und zumindest die Vorlesung in Heimarbeit nachbereitet werden musste, um das neu Gelernte zu behalten.

Sich im Zeitraum des Studiums für die Vorlesungen, sowie die Nachbearbeitung Woche für Woche erneut zu motivieren, stellte für mich die größte Herausforderung dar. Genau diese Herausforderung brachte jedoch nach dem Erledigen, auch das gute Gefühl mit, wieder etwas geschafft zu haben.

Die Vorbereitung auf die halbjährlichen Semesterprüfungen erforderte zusätzlich einiges an Motivation und Zeit zum Lernen. Allerdings diente auch jede Prüfung erneut als Standortermittlung und die Ergebnisse flossen unmittelbar in die Gesamtnote ein, was die Motivation automatisch steigen ließ. Ein weiterer Vorteil der Semesterprüfungen ist der fachliche Abschluss und die Gesamtwiederholung des Gelernten, wodurch ermöglicht wurde, sich im folgenden Semester vollständig auf die neuen Lerninhalte zu konzentrieren.

Im 3. Semester wurde zusätzlich zu den vier bereits genannten Fächern das Privatkundengeschäft als erstes der beiden Spezialisierungsfächer behandelt und durch die Semesterprüfung thematisch vollständig abgeschlossen.

Nachdem im 5. Semester das Firmenkundengeschäft als zweites Spezialisierungsfach behandelt wurde und mit Bestehen der letzten Semesterprüfung das Studium zum Fachwirt BankColleg bereits abgeschlossen war, wunderte ich mich in der Rückschau darüber, wie schnell die Zeit des Studiums verging.

Während der gesamten Studienzeit zum Fachwirt BankColleg, erlebte ich in den verschiedensten Situationen und Kundengesprächen in der damaligen Position als Privat- und Gewerbekundenberater, wie schnell das Gelernte Sicherheit mit sich brachte und in wie weit den Kunden durch das Gelernte betriebswirtschaftliche sowie bankspezifische Zusammenhänge besser erläutert werden konnten. Auch mit dem neu erlangten Wissen im Bereich der Volkswirtschaftslehre konnte ich mit meinen Kunden auf einer fundierten Ebene wirtschaftliche und politische Thematiken besprechen. Dies hat mir in diversen Zinsdiskussionen wesentlich weitergeholfen.

Nachdem der erste Baustein des BankColleg erfolgreich abgeschlossen war, fühlte ich mich in die Zeit nach der Ausbildung zurückversetzt, denn die Gedanken, die ich hatte, waren nahezu die Gleichen.

Nächste Stufe - Bankbetriebswirtstudium ja oder nein? Noch ein Jahr samstags zu den Vorlesungen?

Weiter im BankColleg oder jetzt doch Frankfurt School? Also wenn schon, dann weiter BankColleg!

Für mich waren diese Fragen zu diesem Zeitpunkt jedoch einfacher zu beantworten als noch zweieinhalb Jahre zuvor.

An die Vorlesungen am Samstag hatte ich mich bereits gewöhnt und das stellte somit keine große Hürde mehr dar. Weiter war sofort klar, dass ich die nächste Stufe weiter im BankColleg gehen werde, da ich während der Fachwirtszeit nur gute Erfahrungen mit dem Prinzip gesammelt habe. Es kam jedoch ein neuer Gedanke in meinen Kopf hinzu.

So langsam wird es für deinen Geldbeutet aber auch etwas viel?! Ich spreche mit meinem Vorgesetzten!

Das eigene Engagement, sowie die persönliche Weiterentwicklung wurden während der Zeit des Fachwirtstudiums auch von meinem Arbeitgeber wahrgenommen. In einem persönlichen Gespräch über meine gewünschte Entwicklung sowie der geplanten Entwicklung meiner Bank, wurde sich auf eine anteilige Förderung durch den Arbeitgeber geeinigt. Also ging es in puncto berufsbegleitendes Lernen eine Runde weiter.

Das Studium zum Bankbetriebswirt BankColleg baut auf den wesentlichen Inhalten des Fachwirtes auf und geht hierbei in den verschiedensten Bereichen mehr ins Detail.

Darüber hinaus kommen Themenfelder wie Strategie sowie Marketing- und Vertrieb hinzu. Aber auch die Banksteuerung wird genauer betrachtet. Hierbei wurde man während der Vorlesungszeiten immer wieder gedanklich in die Rolle einer Führungskraft der Bank versetzt.

Dies hatte zur Folge, dass die Zusammenhänge, der bisher ohne Hintergrundwissen manchmal doch recht unverständlichen Entscheidungen des Vorstandes, nachvollziehbarer wurden.

Auch ich meiner Rolle als Privat- und Firmenkundenberater für Kunden mit einem größeren Volumen als zu meiner Fachwirtszeit bemerkte ich, dass auch genau dieses Wissen in der Argumentation mit den Kunden hilfreich ist.

Selbstverständlich darf man nicht vergessen, dass die Präsenztage vergleichsweise nicht mehr in der Häufigkeit wie zu Zeiten des Fachwirtstudiums stattfanden aber auch hier die Vorbereitung und der eigene Antrieb eine große Rolle spielten. Denn ohne die eigene Motivation sowie dem ständigen Vorhalten der persönlichen Ziele welche man erreichen will, ist auch dieses berufsbegleitende Studium eine große Herausforderung.

Die abschließende Hürde der zweiten Stufe des BankColleg stellt die Abschlussprüfung dar. Hier wird an einem Tag in insgesamt sechs Stunden die gesamte Thematik aller behandelten Gebiete des vorangegangenen Jahres abgefragt.

Nachdem auch der Bankbetriebswirt BankColleg erfolgreich abgeschlossen ist, beginnt das Gedankenspiel auf ein Neues, wobei der eigene Ehrgeiz, motiviert durch das bisher Erreichte, zum Vorschein kommt und fordert, auch noch den diplomierten Bankbetriebswirt zu absolvieren.

Abschließend kann ich sagen, dass das BankColleg für mich fachlich und persönlich ein voller Erfolg war und mein Arbeitgeber, ohne den Verlust von Arbeitskraft, einen weiterentwickelten und engagierten Mitarbeiter gewonnen hat.

Das BankColleg - für ALLE ein Gewinn!
Erfahrungsbericht von Nando Freyberg
Nandos XING Profil

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