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Erfahrungsbericht zum Bankbetriebswirt BankColleg an der GenoAkademie
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Nach Abschluss des Bankfachwirtes, bietet es sich an, gleich den Bankbetriebswirt anzuhängen. Erstens, ist man bereits daran gewöhnt seine Samstage an der Akademie zu verbringen und zweitens ist dieses eine Jahr im Verhältnis zu den zweieinhalb Jahren Bankfachwirt überschaubar. Außerdem fühlt man sich nach der langen Zeit an der Akademie dort schon fast zuhause. Da das Fortbildungsprogramm der Akademie auf drei Säulen aufbaut, hat man nach Abschluss des Bankbetriebswirtes noch die Möglichkeit, den diplomierten Bankbetriebswirt abzuschließen um damit die 33er Qualifikation zu erlangen. Das könnte dann unter Umständen dazu führen, dass man sich das GBF sparen kann. Für diejenigen die das GBF anstreben, ist der Bankbetriebswirt BankColleg + SEV Spezial Modul (dadurch erhält man den Titel Bankbetriebswirt Management) die schnellste Möglichkeit die Zulassungsvoraussetzung zu erfüllen.

Das Bankbetriebswirtstudium umfasst die Fächer Strategiemanagement, Projekt- und Changemanagement, Markt und Vertrieb, Gesamtbanksteuerung, Grundlagen des Portfoliomanagement Selbst- und Mitarbeitermanagement sowie Organisation. Alle Fächer werden wie schon gesagt innerhalb eines Jahres in insgesamt 20 Unterrichtstagen (immer samstags) unterrichtet. Im Gegensatz zum Bankfachwirt, wird es an dem einen oder anderen Tag schon knapp wenn man pünktlich zum Bundesligastart zuhause sein will.

Grundsätzlich kann ich zu den einzelnen Fächern sagen, dass die Inhalte sehr praxisnah waren. Gerade im Fach Gesamtbanksteuerung hat man Einblicke in die Geschäftsführung erhalten, die definitiv dafür sorgen, dass ich die internen Abläufe und Vorgaben in meiner Bank besser nachvollziehen kann. Aber gerade dadurch, dass die Themen sehr praxisnah sind, gibt es mit wenigen Ausnahmen auch wenig zu rechnen. Das liegt natürlich dem ein oder anderen, ich persönlich benutze aber lieber den Taschenrechner statt den Kugelschreiber. Das absolute Highlight war aber die eintägige Selbst- und Mitarbeitermanagement-veranstaltung mit dem Gedächtnisgroßmeister Jürgen Petersen. Wenn man mal die Möglichkeit hat Herrn Petersen auf einer Bankveranstaltung etc. live zu erleben dann unbedingt zusagen. Ich hatte noch nie so viel Spaß an einem „Seminartag“ wie an diesem Samstag, geschweige denn konnte mir so viel davon merken.

Am Ende des Jahres stand dann die Abschlussprüfung an, in der sämtliche sieben Fächer schriftlich abgefragt (in drei Klausuren) wurden. Hier hat sich der „Blaue Ordner“ vom DG-Verlag sehr gut geeignet, da gerade beim Portfoliomanagement Skript meines Erachtens etwas der „Rote Faden“ durch das Themengebiet fehlte und im Gegensatz zum „Studienwerk Fachwirt“ das „Studienwerk Bankbetriebswirt“ in komprimierter Form das beinhaltete was man tatsächlich brauchte. Beim Bankfachwirt haben die Dozenten Ihre Skripte selbst erstellt und waren dadurch auch sehr nah an den Skripten. Beim Bankbetriebswirt wurden die Skripte wohl von der Akademie vorgegeben, was allerdings den Vorteil der Einheitlichkeit und der grundsätzlich professionellen Erstellung hatte. Über keinen der Dozenten kann ich klagen, diese kamen zum Teil sogar sehr weit angereist und alle verstanden Ihr Gebiet. Es war hilfreich immer anwesend zu sein, die Vorlesungen tatsächlich nachzuarbeiten und dann ca. zwei Wochen Urlaub vor der Prüfung zu nehmen. Durch die größtenteils guten Skripte sowie den „Blauen Ordner“ ließen sich ganz ordentliche Ergebnisse erzielen und der Zeitaufwand war überschaubar. Die Prüfung war vom Niveau her absolut machbar, dadurch dass es aber wenig zu rechnen gab und man in Fächern wie Strategiemanagement, Markt und Vertrieb etc. einfach Unmengen an ausformulierten Antworten verfassen kann, sollte man aber unbedingt auf die Zeit achten.

Der Abschluß Bankbetriebswirt BankColleg ist wie der Name schon sagt, ein auf den ersten Blick rein genossenschaftlicher Titel. Da aber diverse Teilnehmer aus anderen Bankengruppen (Sparkassen, Commerzbank, UniCredit, Syd-Bank etc.) kamen, scheint dieser Titel allgemein anerkannt zu sein. Ein IHK-Abschluss ist nicht möglich.

Die Kosten für dieses eine Jahr belaufen sich aktuell auf EUR 3.200,00, also EUR 160,00 pro Unterrichtstag. Die Skripte sind zum Selbstausdruck inklusive, das Studienwerk kostet extra. Dafür bekommt man aber innerhalb eines Jahres (zusätzlich natürlich zu dem vermittelten Fachwissen), einen Titel, den im Gegensatz zum Bankfachwirt nicht fast jeder hat.

Für den Bankbetriebswirtkurs in Schleswig-Holstein bietet die Akademie, entweder den Standort Rendsburg (Genoakademie) oder den Standort Hamburg an (lt. Akt. Anmeldebogen war auch Niebüll im Frühjahr 2013 geplant), daher sind die Anfahrtswege überschaubar und eigentlich immer innerhalb einer Stunde erreichbar. Die Kaffeeautomaten in Rendsburg können kostenlos genutzt werden, dafür sind die Schlangen in den Pausen aber etwas länger. Das Akademie Gebäude in Rendsburg finde ich persönlich recht ansprechend. Die Räume, die Technik und die Bestuhlung sind zweckmäßig und völlig in Ordnung, es ist aber nicht Schloss Montabaur.

Auch wenn ich den einen oder anderen Samstag sicherlich lieber ausgeschlafen hätte, habe ich das zusätzliche eine Jahr nicht bereut (dadurch das es in dem einen Jahr auch nur insgesamt 20 Veranstaltungen gibt, bleibt im Gegensatz zum Bankfachwirt auch deutlich mehr Freizeit) und würde es wieder so machen.

Aktuell habe ich mich erst einmal gegen die dritte Stufe also den diplomierten BankBetriebswirt BankColleg entschieden, da ich nach über dreieinhalb Jahren auch mal wieder die Samstage individuell und nicht Stundenplanabhängig verplanen wollte. Außerdem ist es auch wieder sehr angenehm, nicht mehr den Großteil des Jahresurlaubs für Prüfungsvorbereitungen nutzen zu müssen.
Erfahrungsbericht von "Anonym"

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